Gott ist ein Gott der Ordnung

Der hebräische Begriff für Ordnung – Seder – bedeutet nicht nur aufgeräumt im herkömmlichen Sinn, sondern trifft auch auf die kosmologische Ordnung zu, denn im Weltall hat alles seine Ordnung, die von Expansion und Abbremsung bestimmt ist und damit für den geordneten Lauf der Planeten sorgt, damit alles in den vorgeschriebenen Bahnen bleibt. Auch im Computerwesen hat alles seine Ordnung. Wer sie nicht beachtet, muss hinnehmen, dass sein Programm abstürzt.

Genauso besteht der Heilsplan Gottes aus einer ewig gültigen Ordnung. Darum wird der Vers Johannes 3,16: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn hingegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen“ aus dem Griechischen ins Hebräische wie folgt zurückübersetzt: Aus dem hebräischen Wort für Ordnung Seder haben die Griechen Kosmos, den Inbegriff für Ordnung gemacht und aus Kosmos wurde der Begriff Welt, weil die Welt nur in Folge kosmologischer Ordnung besteht. Da Gott die durch die Sünde in Unordnung gekommene Welt wieder in Ordnung (Seder) bringen will, starb Jesus am Kreuz. So hat auch bei der Seder-Feier zum Andenken an den Auszug der Israeliten aus Ägypten, alles seine festgelegte Ordnung, denn damit kam das jüdische Volk in seine von Gott bestimmte Ordnung.

Der Begriff Seder hat seinen Ursprung u.a. in der Ordnung der Gliedmaßen, bei denen jedes sein für ihn bestimmten Platz einnimmt, denn nur so kann der Körper im Ganzen funktionieren. Der Begriff Seder bzw. Sidru wird in der Bibel auch für Schlachtordnungen benutzt. Nur wenn die Schlachtordnung eingehalten wird, kann man den Feind besiegen. Und damit sind wir bei Gottes Heilsplan mit Israel und den Völkern, der auch so etwas wie eine Schlachtordnung ist, denn hier handelt es sich nicht um naive Parteinahme für den Judenstaat Israel oder andererseits um neurotischen Hass gegen die Araber, sondern um die Einhaltung der von Gott festgesetzten Ordnung und die damit verbundene Erwählung Israels als Land und Volk.

Die Völker werden heute mit dem immer sichtbarer werdenden Heilsplan Gottes konfrontiert. Und je mehr sie sich sträuben, sich der von Gott festgelegten Ordnung zu fügen, desto verstockter werden sie, was in ihrer zunehmenden Aggressivität gegen Israel zum Ausdruck kommt. Ich spreche nicht nur die Nahoststaaten an, die aus nachbarschaftlicher Rivalität evtl. einen Grund zur Feindschaft hätten, sondern ich weise auch auf die übrigen Völker – Mitgliedstaaten der UNO – hin, die keinen Grund haben, gegen Israel zu sein, denn was haben europäische Länder wie Norwegen oder Belgien mit dem Nahoststaat Israel zu tun. Dass sie dennoch gegen Israel stimmen, beweist ihr Aufbegehren gegen Gottes Ordnung.

Laut Prof. Mosche Scharon von der Hebräischen Universität Jerusalem befinden wir uns bereits im Dritten Weltkrieg. Nur dass der Dritte Weltkrieg anders ist als alle frühere Kriege. Heute formiert sich die gesamte Welt gegen Gottes Ordnung und die besteht aus einer Trinität: Land Israel, Volk Israel und Glauben Israels. Und im Zentrum liegt Jerusalem, der endzeitliche Brennpunkt. Das erkennt man daran, dass die Hauptstädte aller anderen Staaten von den Völkern vorbehaltlos anerkannt wurden, nur Jerusalem wird nicht als die Hauptstadt Israels anerkannt. Auch hier ein Aufbegehren gegen Gottes Ordnung.

So erklärte der ägyptische Präsident Mubarak, dass „Jerusalem nie und nimmer die Hauptstadt Israels sein wird, weil sie die alleinige Hauptstadt des palästinensischen Volkes ist“ (6. Juni 2004). Dies sagte nicht Arafat oder ein Hamas-Terrorführer, sondern der Präsident eines mit Israel per Friedensvertrag verbundenen Landes. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Völker sich seiner Meinung anschließen und in der Meinung, dem Frieden zu dienen, gegen Gottes Ordnung handeln. Doch sie werden damit genauso wenig zum Ziel kommen, wie der Dackel, der versucht den Mond wegzukläffen oder Weltraumphysiker, die versuchen, die Ordnung im Weltall abzuändern, denn Gott sagt in Jeremia 31: „Ebenso wenig wie Sonne und Mond ihren Lauf verändern werden, ebenso wenig wird Gott die Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen alles dessen, was sie begangen haben“, d.h. es bleibt Gottes Seder-Ordnung, und das heißt: Israel bleibt Gottes auserwähltes Volk und Jerusalem die Hauptstadt Israels.

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