Glaube
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»Höre Israel, der
HERR ist unser Gott, der Herr ist einer« (5. Mose 6,4).
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Neben der hebräischen Bibel ist der Talmud für Juden die wichtigste Schrift. Im Talmud ist die jüdische mündliche Überlieferung zusammengestellt. |
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Der Talmud wurde nach der
Zerstörung des Tempels und der Vertreibung des israelischen Volkes in
die Diaspora geschrieben. Die Notwendigkeit ergab sich daraus, dass das
Volk unter fremden Völkern und Kulturen leben musste. Dort war der
Zusammenhalt und die Glaubensüberlieferung gefährdet. Daher entschloss
man, die bis dahin gelehrte »mündliche Thora« auch schriftlich
niederzulegen. So entstand Ende des zweiten Jahrhunderts die Mischna (schana
= wiederholen). Die Mischna wurde von mehreren Schreibern verfasst.
Einer unter ihnen war Gamaliel I., ein Lehrer des Apostels Paulus. Im Laufe der Zeit wurde die Mischna unverständlich aufgrund anderer geschichtlicher Zusammenhänge und neuen Lebenssituationen, die andere Lösungsansätze im Glaubensleben erforderten. So fing man an, die Mischna zu kommentieren, um sie den Menschen weiterhin zugänglich zu machen. Ende des fünften Jahrhunderts wurden die bisherigen schriftlichen Ergebnisse unter dem Namen Gemara (gamar = vollenden) der Mischna hinzugefügt. Zusammen bilden Mischna und Gemara den Talmud, was man mit »Lehre« ins Deutsche übersetzen kann. |
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