Die Thora des Lebens |
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Von Rabbi Adin Steinsaltz |
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Die Zehn Gebote
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All diese Komponenten sind nicht einzelne, irgendwie zusammengefügte Teile, sondern sie bilden eine unteilbare Einheit. Dazu findet sich ein Beispiel in den Zehn Geboten. Der Wochenabschnitt «Kedoschim» (Leviticus, 19–20), in dem sich nach Ansicht vieler Kommentatoren die Zehn Gebote «reflektieren», geht nahtlos über vom Gebot der Elternehrung zum Gebot der Opfer, von den Geboten der Geschenke an die Armen zum Gebot, den Nachbarn wie sich selbst zu lieben, vom Verbot der Rache und des Hegens von Groll zum Verbot des Tragens von «schaatnes» (eine Mischung aus Wolle und Flachs). Und das zeigt genau das wirkliche Wesen der Thora auf: Sie weist einen Lebensweg für ein Volk auf und ebnet den Pfad zu diesem Leben hin. Die Gesamtheit des Lebens findet sich in der Thora und wird durch sie gelenkt. Das Zusammengehen des jüdischen Volkes und der Thora schafft die Einheit des Judentums. |
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Fest des Empfangens der Thora
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Die ganze Bedeutung der Übergabe der Thora an das Volk nach dem Exodus aus Ägypten liegt darin, den Charakter des Volkes bis hinab zum letzten Detail zu perfektionieren, einschliesslich aller Teile seiner Existenz.Das Schawuotfest ist, wie schon der Rebbe von Kotzk sagte, das Fest des Empfangens der Thora. Die andere, nicht weniger wichtige Komponente aber ist der persönliche oder nationale Anlass, der weder einen fixen Zeitpunkt noch einen solchen Ort kennt: Die Thora so zu empfangen, dass sie zu einer echten Thora des Lebens («thorat chaim») wird. |
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Weitere Berichte:
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