„Das ist ein Traum, der wahr geworden ist“

Feldwebel Menashe stammt aus der Gemeinde „Menashe“, Einwohnern des Grenzgebiets zwischen Indien und Burma („Myanmar“), die behaupten, dass sie Nachkommen des biblischen Stammes „Menashe“ sind. Viele der jungen Einwanderer haben sich freiwillig zum Militärdienst gemeldet, ein Teil von ihnen sogar bei Sonderkampfeinheiten. Im März diesen Jahres hatte der Oberrabbiner Israels, Shlomo Amar, beschlossen, dass das Oberrabbinat die Gemeindemitglieder als dem jüdischen Volk angehörig anerkennt und Vertreter entsenden wird, die ihre Konvertierung vornehmen werden, damit sie als Juden nach Israel einwandern können.

Menashe diente in der Kampfeinheit Golani. Obwohl ihm das Rekrutierungsbüro empfohlen hatte, sich dem Teil-Reservedienst anzuschließen, bestand er darauf den vollen Dienst zu leisten. Menashe, dem es gelang zwei Anschläge zu vereiteln, wurde durch palästinensisches Kreuzfeuer in Khan Younis verletzt und erntete während seines Militärdienstes zahlreiche Auszeichnungen für seinen Dienst als Kämpfer.

Doch im Laufe eines ganzen Jahres führte er einen anderen Krieg. Er versuchte, seine Eltern nach Israel zu holen. Leider stieß er immer wieder auf Schwierigkeiten, die ihm das Innenministerium in den Weg stellte. Am Ende wandte sich Menashe an die „Rückkehrer Israels“, eine Gesellschaft unter der Leitung von Michael Freund, die sich karitativ mit den Problemen von Einwanderern befasst. Bis heute hat die Gesellschaft ca. 800 Mitglieder der Menashe-Gemeinde nach Israel gebracht, in der Gemeinde Erziehungszentren eingerichtet und sogar Lehrer und Rabbiner entsandt, um ihnen Hebräisch und israelische Kultur beizubringen.

Im letzten Monat kam endlich die Genehmigung und am Donnerstagmorgen kamen die Eltern, Shimshon und Nagailon Menashe, die in einem abgelegenen Dorf im Staat Manipur leben, am Flughafen Ben Gurion an. Am Flughafen lächelten ihnen ihr gerührter Sohn und Freund entgegen. „Das ist ein Traum, der wahr geworden ist“, so Hausmang zu Ma’ariv, „endlich sind meine Eltern in Israel und ich kann ihnen erzählen, was ich bei der Armee mache.“

Die Stellvertreterin des Innenministers erklärte gegenüber Ma’ariv: „Es gibt eine Regierungsentscheidung, die den Kämpfern unter den Soldaten ermöglicht, ihre Eltern nach Israel zu holen“. Nach ihren Worten wird sie sich für diese Entscheidung einsetzen.


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