Verteidigungsminister Shaul Mofaz wird in seinem Büro eine Sonderabteilung einrichten, die die gesamte Bearbeitung der Ein- und Ausreise zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) koordiniert. „Nach der Durchführung des Abkopplungsplans werden die Grenzübergänge zur wichtigsten Schiene für die palästinensische Wirtschaft und Sozialwesen werden“, sagte Mofaz in einem Gespräch in seinem Büro.
Mofaz wies die neue Abteilung an, die zukünftigen Ein- und Ausreisen zwischen dem Gazastreifen und der Westbank zu bearbeiten. Das Thema stand im Mittelpunkt der Gespräche über die Koordinierung der Abkopplung zwischen Israel und der PA. Mofaz wies das neue Direktorium an, die Bedeutung des Ausbaus einer „Transferroute“ von Gaza in die Westbank zu prüfen, die eine versenkte Straße, eine Bahnlinie und Infrastrukturwege für die Palästinenser umfassen soll.
Israel hatte zu Beginn vorgeschlagen, Gaza und die Westbank zwischen dem Grenzübergang Erez und Tarkumia mit einer Bahnlinie zu verbinden, die zum Teil an bereits bestehende Linien der israelischen Bahn angebunden werden könnte. Die Weltbank legte einen Ersatzvorschlag vor zum Bau einer „Transferroute“ in einem tiefen Kanal mit einer Länge von 42 Kilometern, der zwischen Gaza und der Westbank gegraben werden soll. Dieser Plan sieht vor, dass das israelische Gebiet von einem fünf Meter tiefen Graben durchzogen wird, in dem eine vierspurige Schnellstraße, palästinensische Infrastrukturwege und ein Bahnlinie verläuft. Die Straße wird von doppelten Zäunen umgeben sein, die das Eindringen bzw. Ausbrechen verhindern. Der Verkehr zwischen dem Süden und dem Norden Israels wird über Brücken führen, die den Kanal überspannen. Nach Einschätzung der Weltbank würde ein solches Projekt ca. 130 Millionen Dollar kosten.
In der Abteilung wird die Bearbeitung der Ein- und Ausreisen über die See- und Flughäfen, die die Palästinenser in der Zukunft im Gazastreifen einrichten werden, zusammenlaufen, sowie auch die Sicherheitsüberprüfungen, die an allen Verbindungspunkten zwischen der Autonomiebehörde und Israel stattfinden. Mofaz sagte, dass man davon ausgehen müsse, dass der Terror nicht aufhören wird, und dass es deshalb bei den Kontrollen keine Kompromisse geben dürfe.
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