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Das öffentliche Leben
in Israel ist geprägt von Gegensätzen. Es sind Extreme, die dem
Zusammenleben ihre Form geben. Auf einer kleinen geographischen Fläche
mit großer Bevölkerungsdichte treffen Kapitalismus und Sozialismus, enge
religiöse Ausrichtung und Weltoffenheit, nomadische Naturverbundenheit
und hochtechnisierte Arbeitsplätze, Traditionsbewusstsein und
Fortschrittsglaube aufeinander. |
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Ungefähr 90 Prozent der
Einwohner Israels leben in mehr als hundert urbanen Zentren, von denen
einige an historischen Stätten der Antike errichtet wurden. Mehr als 6
Prozent der Gesamtbevölkerung sind Mitglieder der
landwirtschaftlich-kooperativen Siedlungen - der Kibbuzim und Moshawim.
Insgesamt leben heute (Mitte 2002) etwa 6,6 Millionen Menschen in
Israel.
Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus etwa 80 Prozent Juden und 20
Prozent Nichtjuden. |
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Die nichtjüdischen
Minderheiten
setzen sich zusammen aus
- etwa 900 000 Arabern (15 %)
(davon etwa 80 000 Beduinen)
- etwa 160 000 Christen (3 %)
- etwa 100 000 Drusen (2 %)
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Rund 10 Prozent der
Bevölkerung Israels lebt in ländlichen Gebieten, zum Teil in
landwirtschaftlichen Ansiedlungen, Kibbuzim und Moshavim.
Der Kibbuz
ist ein Dorf, das von allen
Bewohnern gemeinschaftlich verwaltet wird. Der gesamte Besitz ist
Allgemeingut der Mitglieder. Diese stellen ihre Arbeitskraft zur
Verfügung und erhalten als Gegenleistung Unterkunft, Nahrung,
Ausbildung, Taschengeld, medizinische und Altersversorgung.
Die Einkünfte richten sich nach dem persönlichen Bedarf. Die
Gemeinschaft ist auf den Grundsatz der Gleichheit gegründet.
Heute gibt es in Israel rund 230 Kibbuzim. Sie stellen 2,8 Prozent der
Gesamtbevölkerung. In einem Kibbuz leben durchschnittlich 200 bis 400
Menschen. Sie werden Kibbuzniks genannt.
In der Zeit vor der Unabhängigkeit und in den ersten Jahren nach der
Staatsgründung spielte der Kibbuz eine zentrale Rolle bei der
Besiedlung, Einwanderung und Verteidigung. Als diese Zuständigkeiten von
der Regierung übernommen wurden, nahm der politische Einfluss ab.
Dennoch erwirtschaften die Kibbuzim auch heute noch ein höheres
durchschnittliches Bruttosozialprodukt als der nicht an Kibbuzim oder
Moshawim gebundene Teil der Bevölkerung.
Der Moshav
ist dagegen eine
genossenschaftlich organisierte Siedlung. Sie entspricht eher dem
modernen Lebensstil. Jede Familie führt ihren eigenen Haushalt und
bearbeitet den eigenen Boden. Häuser und Höfe sind in privatem Besitz.
Maschinen und größere Geräte werden gemeinschaftlich angeschafft. Die
Erzeugnisse werden von der Genossenschaft vertrieben. Der erste Moshav
wurde 1921 gegründet. Die Zahl der Moshawim hat sich bis heute auf 350
erhöht. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 4 Prozent. In
Moshawim leben je nach Ausprägung 100 bis 1000 Menschen.
Über 90 Prozent der Israelis leben in mehr als 100 Städten. Einige
Städte befinden sich an bekannten historischen Stätten und tragen noch
ihre ursprünglichen Namen, so Jerusalem, Beer Sheva, Nazareth, Ashkelon,
Akko, Safed und Tiberias; ihre Altstädte sind heute Teil neuer, sich
ausbreitender Städte. |
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Israels Großstädte:
- Jerusalem, die Hauptstadt des Landes.
- Tel Aviv, das Industrie-, Handels-, Finanz- und Kulturzentrum;
1909 als erste jüdische Stadt der Neuzeit gegründet.
- Haifa, wichtiger Mittelmeerhafen und Industriezentrum im Norden.
- Beer Sheva, die größte Stadt im Süden.
- Tiberias, Touristenzentrum am See Genezareth.
- Eilat, Touristenparadies am Roten Meer.
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