Antisemitischer Terror in der Schweiz und Italien

Schweiz: Messerattacke gegen Juden

Angriff eines Judenhasser in Zürich am hellerlichtem Tag. Ein Mann mit dunklem Teint stach heute auf einen Zürcher Juden ein.

Ein 60-jähriger jüdischer Mann war heute kurz vor Mittag im Zürcher Quartier Wiedikon auf der Manessestrasse unterwegs. Plötzlich und unerwartet wurde er von einem noch unbekannten Mann von hinten angegriffen. Der Angreifer packte ihn und schlug auf ihn ein. Danach attackierte er sein Opfer mit einem Messer und verletzte den 60-Jährigen am Hals. Das Opfer hat sich hat noch wehren können, worauf der Täter von ihm abliess und füchtete.

Gemäss Zeugenaussagen ist der Täter zwischen 20 und 25 Jahre alt und spricht mit ausländischem Akzent. Der Attentäter suchte sich einen jüdischen Bürger offenbar nicht zufällig als Ziel seiner Aggression aus. Denn er betitelte das Opfer direkt als "... Juden". Die Polizei schliesst deshalb Antisemitismus als Grund für die Attacke nicht aus.


Italienische Juden am Internet-Pranger

Eine im Internet veröffentlichte "Schwarze Liste" mit Namen jüdischer Professoren hat in Italien für Entsetzen gesorgt.

Die jüdische Gemeinde des Landes reichte am letzten Freitag Anzeige gegen die unbekannten Autoren ein.

Die Blogger hatten die Namen von 162 Professoren an italienischen Universitäten veröffentlicht, die laut den Internet- Angaben "jüdisch sind oder Israel unterstützen". Diese würden "Propaganda für Israel machen und ihre Interesse auf Kosten des italienischen Volks verteidigen", wurde behauptet.

Innenminister Giuliano Amato ordnete umgehend Ermittlungen an. Der Blog wurde inzwischen unleserlich gemacht. Bildungsminister Giuseppe Fioroni reagierte entsetzt: "Das ist eine Schande", sagte er. "Die Tatsache, dass eine Art Ku-Klux-Klan der Moderne solche Listen veröffentlichen kann, mit denen Juden verunglimpft werden, ist sehr beunruhigend."

Die meisten auf der Liste genannten Professoren lehren an der Universität La Sapienza in Rom. "Der Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung hat nichts mit den Werten zu tun, die die Universität vertritt", sagte der Leiter der Universität.

"Es ist ein Wahnsinn. Die Autoren der Liste müssen schwer bestraft werden", forderte Geschichtsprofessorin Anna Foa, deren Namen auf der Liste steht.

Quelle: jns und Agenturen
12. Februar 2008


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