Am Montagabend beschloss die Wahl-Gemeindeversammlung der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ) einen Schritt in die Zukunft. Zum ersten Mal führt eine Frau die grösste jüdische Gemeinde der Schweiz.
Shella Kertész wird gemeinsam mit André Bollag im Co-Präsidium zunächst für eine Amtszeit von vier Jahren die Geschicke der ICZ lenken. Das Zweierticket wurde nach längeren Diskussionen mit 277 Ja-Stimmen gegen 59 Nein und 58 Enthaltungen gewählt. Die 478 Anwesenden stimmten zu, dass eine dreiköpfige Statutenrevisionskommission unter Professor Hans-Michael Riemer die für die Wahl eines Co-Präsidiums nötige Anpassung von zwei Statuten bis zur nächsten ordentlichen GV vom 3. Dezember zur Abstimmung vorbereiten soll.
Die Suchkommission unter Leitung von Roger Rosenbaum präsentierte nach effizienter Arbeit drei weitere Kandidaturen für den in den neuen Strukturen auf fünf Personen verkleinerten Vorstand: Monique Berger Lande, Edgar Abraham und Ely Eyal als Quästor wurden von der GV bereits nach 23 Uhr mit grossem Mehr in ihr neues Amt gewählt.
Erstmals verfügt die ICZ gemäss den neuen Strukturen, die von einer Kommission unter Samuel Dubno erarbeitet worden waren, nun über eine Ombudsstelle, die von drei Personen geführt wird. Gewählt wurden auf Antrag der Suchkommission die ICZ-Mitglieder Liliane Isaak-Dreyfus, Thomas Bloch und Samuel Rom.
Die Präsidien und Mitglieder der Kommissionen wurden ohne Diskussion gewählt. Die schriftliche Wahl von 17 ICZ-Delegierten zum Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) wurde auf den 3. Dezember verschoben.
Quelle: tachles, jns 12. November 2007
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