Die zweite Sitzung der Gruppe, die für die Israelitische Cultusgemeinde Zürich (ICZ) in den neuen Strukturen ein Präsidium und vier Vorstandsmitglieder sowie Vorsitzende der bisher von den Vorständen geführten Kommissionen sucht, fand am Mittwochabend statt. Trotz Ferien führten jeweils zwei Gruppenmitglieder bereits Gespräche mit Präsidiumskandidaten «von hohem Potential», wie Roger Rosenbaum auf Anfrage sagt. Zunächst konzentriert sich die Findungs-Gruppe stärker auf das Präsidium als auf Vorstandskandidaten und –kandidatinnen. Teils sprach sie mögliche Präsidenten und Präsidentinnen selber an, teils seien Persönlichkeiten von ICZ-Mitgliedern vorgeschlagen worden.
In eigener Sache habe sich noch niemand an sie gewendet, sagt Rosenbaum. Ein Anforderungsprofil sei erst skizziert worden. Bei der Suche nach Kommissionspräsidien kam die Gruppe sehr gut voran. Rosenbaum: «Mit Ausnahme von drei Kommissionen haben wir sehr valable Kandidaturen gefunden.» Die Ausnahmen sind die Jugend-, die Mitgliederdienste und die Friedhofs- und Bestattungskommission, wo von angesprochenen Personen noch kein positives Echo gekommen sei. Nach zahlreichen Gesprächen gewann tachles den Eindruck, dass viele ICZ-Mitglieder desinteressiert, resigniert oder verärgert sind. Gewünscht wird eine starke neue Leadership, die eine Strategie für die Zukunft in veränderten Gegebenheiten entwickelt und durchzieht.
Immer die gleichen paar Namen werden genannt, doch die bisher von tachles Befragten halten sich bedeckt. Die Ansicht verbreitet sich, dass sich am besten fünf Personen zusammentun und bei der Suchgruppe melden sollten, mit einen gemeinsamen Interessensnenner, unterschiedlichen Talenten und Herkünften, gutem Einvernehmen und vor allem mit dem Willen, die ICZ wieder voranzubringen. Roger Rosenbaum: «Ich weiss nicht, ob das der richtige Weg ist, aber wir würden selbstverständlich auch gerne mit Gruppen sprechen. Wir sind für jeden Input dankbar.»
Quelle: tachles 24. August 2007
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