Vogelgrippe möglicherweise im Palästinensergebiet

Das palästinensische Landwirtschaftsministerium hat Israel darum gebeten, im Autonomiegebiet verendete Hühner, Truthähne und andere Vögel auf eine mögliche Infektion mit dem H5N1-Virus zu testen. Man haben den israelischen Behörden am Mittwoch etwa zwei Dutzend Kadaver übergeben, erklärte der noch amtierende Vize-Agrarminister Assam Tubaili. Dies sei notwendig, weil die Palästinenser über keine Testmöglichkeiten verfügten.

Auf einer Geflügelfarm im nördlichen Gazastreifen wurden Anfang der Woche hunderte tote Hühner gefunden. Die Autonomiebehörde schloss eine Infektion mit der Vogelgrippe jedoch aus. Die am Mittwoch überreichten Kadaver wurden Tubaili zufolge in Al Husar im Zentrum des palästinensischen Küstenstreifens gefunden. Von Seiten der israelischen Streitkräfte wurde die Übergabe der toten Vögel bestätigt. Israel wolle eine Ausbreitung der Vogelgrippe im Nahen Osten von Ägypten in den Gazastreifen so weit wie nur möglich verhindern.

In Kairo wurde der Zoo geschlossen, nachdem dort mit der Vogelgrippe infizierte Tiere entdeckt worden waren. Hunderte Vögel wurden bereits getötet.


Israel beantragt regionale Zusammenarbeit

Der israelische Gesundheitsminister Yaacov Edri hat die Weltgesundheitsorganisation WHO dringlichst gebeten, eine Nahost-Konferenz zur Verbreitung der Vogelgrippe in der Region einzuberufen. Die Gesundheits- und Landwirtschaftsministerin beobachten die Verbreitung der Krankheit unter Haus- und anderem Geflügel, insbesondere in Ägypten. In der Vergangenheit haben sich israelische Vertreter mit ihren jordanischen und palästinensischen Kollegen getroffen. Mit der Ankunft der Vogelgrippe in Ägypten strebe Israel nun verbesserte regionale Beratung und Zusammenarbeit an, erklärte Edri.


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