Nordkorea habe Iran heimlich 18 Raketen BM-25 übergeben, behaupten nicht genannte "US-Offizielle", auf die sich die Zeitschrift US News and World Report am Montag beruft.
Laut den Quellen der Ausgabe sollen diese Raketen im iranischen Nuklearprogramm für Schläge gegen das Territorium Israels und der Türkei eingesetzt werden können. Es wird sogar die Meinung geäußert, dass diese Raketen in Wirklichkeit eine größere Reichweite haben. Einer der Experten bezeichnete die Verlegung dieser Raketen aus Nordkorea nach Iran "als den wahrscheinlich wesentlichsten Fakt der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen".
Die in der amerikanischen Zeitschrift dargelegte Information bestätigt Angaben, die "Bild" in Deutschland noch Mitte Dezember unter Hinweis auf die Geheimdienste des Landes veröffentlicht hatte. Die Information über die Lieferungen von nordkoreanischen Raketen an Iran, die am Montag in der amerikanischen Zeitschrift US News and World Report veröffentlicht wurde, bedarf der weiteren Bestätigung. Das sagte Peter Beck, Leiter der koreanischen Vertretung des einflussreichen internatonalen Forschungsfonds "Internationale Krisengruppe" ("International Crisis Group"), per Telefon aus Seoul in einem RIA-Novosti-Interview.
"Wir müssen uns mit einer größeren Vorsicht zu Information über militärische Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Iran verhalten, die in Massenmedien erscheinen", sagte Peter Beck.
"Wir erinnern uns daran, wie eine Reihe von westlichen Massenmedien im vorigen Jahr mitgeteilt hat, dass Nordkorea die Absicht habe, Kernwaffentests vorzunehmen. Das ist jedoch nicht geschehen", betonte er.
Ihm zufolge benutzen westliche Politiker manchmal Informationen von Massenmedien, um zu ihren Zwecken die Öffentlichkeit zu erschrecken. "Solche Situationen hat es in der Vergangenheit gegeben. Außerdem beruhen diese Mitteilungen oft auf Gerüchten und Spekulationen", sagte Beck.
"Bislang haben wir keine bestätigte Information über reale militärische Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Iran", betonte er.
Zugleich schloss der Experte nicht die Wahrscheinlichkeit dessen aus, dass ein solches Geschäft zustande kommen konnte.
"Bekannt ist, dass Nordkorea bereit ist, seine Waffen zu verkaufen, und aktiv nach Käufern sucht", sagte Peter Beck.
"Die Wahrscheinlichkeit der militärischen Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Iran besteht zweifellos. Sollte sich diese Information bestätigen, wird das natürlich eine sehr schlechte Nachricht für uns alle sein", schlussfolgerte der Experte.
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Die Verhandlungen zwischen Moskau und Teheran zur Anreicherung iranischen Urans auf dem russischen Territorium, die für den 16. Februar in Moskau vorgesehen sind, können zu einem Schlüssel für die Lösung der Situation um das iranische Nuklearprogramm werden.
Das äußerte Radschab Safarow, Generaldirektor des Zentrums für Studien des heutigen Irans, am Montag auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.
"Es gibt eine Wahrscheinlichkeit dessen, dass die Verhandlungen in Moskau am 16. Februar konstruktiv verlaufen werden. Iran ist sich darüber im Klaren, dass dies eine der letzten Chancen ist, und Russland daran interessiert ist, einen solchen Partner wie Iran nicht zu verlieren", betonte der Experte. Ihm zufolge rechnet Teheran bei der Lösung dieser Situation vor allem auf die russische Unterstützung.
"Zurzeit werden in Iran Stimmen für eine Änderung der Strategie Teherans bezüglich der Entwicklung des Nuklearprogramms laut", teilte Safarow mit. Der Experte erinnerte daran, dass am 6. März eine neue Sitzung des Gouverneursrates stattfinden soll, in der der Bericht des Generaldirektors der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), Mohammed ElBaradei, über das iranische Nuklearproblem besprochen wird. Der eine Monat, der bis zu diesem Ereignis verblieben ist, sei die letzte Möglichkeit einer diplomatischen Regelung der entstandenen Situation.
"Wahrscheinlich wird Iran in der verbliebenen Zeit entsprechende Schlüsse ziehen, und der russische Vorschlag, der in dieser Frage ein ‚Rettungsring' ist, wird mit konkretem Inhalt erfüllt", sagte der Direktor des Zentrums.
Der Experte schloss auch die Entwicklung nach dem schlimmsten Szenarium im Falle der Übergabe des Iran-Dossiers an den UNO-Sicherheitsrat und der Verhängung von Sanktionen gegen Iran nicht aus. Bei einer solchen Entwicklung, so Safarow, kann Iran die Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft im gegebenen Bereich vollständig einstellen, die keinen einzigen Hebel für eine politische Einwirkung auf diesen Prozess haben wird.
Safarow hob hervor, dass unter Berücksichtigung des angehäuften Wissenschaftspotentials Irans und bei seiner vollen Isolation dieses Land im Laufe von drei bis fünf Jahren dem Klub der Kernwaffenmächte wird beitreten können. Der Experte schloss militärische Schritte gegenüber Iran nicht aus. "Vollkommen offensichtlich ist, dass sich die Situation in diese Richtung entwickelt", unterstrich Safarow.
Ihm zufolge hat Israel einen konkreten Plan zur Realisierung dieser Androhungen. Entsprechend diesem Plan ist der 28. März der letzte Termin, nach dem dieses Land Raketen- und Bombenangriffe auf Nuklear- und Militärobjekte Irans vorzunehmen gedenkt.
Nach Angaben des Experten hat Iran für diesen Fall einen Plan, der unter anderem die Führung eines Vergeltungsschlages gegen Israel vorsieht. Quelle: RIA Novosti
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