Teheran weist Resolution im Atomstreit zurück

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum Atomprogramm seines Landes mit spöttischen Worten zurückgewiesen. "Ihr könnt noch so viele Resolutionen dieser Art verabschieden, aber ihr könnt den Fortschritt im Iran nicht verhindern", sagte Ahmadinedschad. "Wir danken Gott, dass er es so eingerichtet hat, dass unsere Feinde Idioten sind". Der Beschluss des IAEA-Gouverneursrats zur Überweisung des Atomstreits an den UN-Sicherheitsrat sei die "seltsamste" Entscheidung, die ihm je untergekommen sei.

"Ihr wisst, dass ihr nichts ausrichten könnt, denn die Epoche der Einschüchterung ist vorüber", sagte Ahamdinedschad weiter. Die westlichen Staaten seien wütend auf den Iran, weil dieser "die Gipfel der Wissenschaft und der Technologie erklommen" habe.

Nach der Verabschiedung der Resolution beendete Teheran wie angedroht seine Zusammenarbeit mit der IAEA weitgehend und kündigte die Wiederaufnahme der Urananreicherung im großen Umfgang an. Außenminister Manuschehr Motakki sagte in Teheran, alle Selbstbeschränkungen der vergangenen drei Jahre seien aufgehoben worden.

Die IAEA hatte am Samstag beschlossen, dass der UN-Sicherheitsrat über das Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran beraten soll, jedoch erst im März. Die einmonatige Frist soll eine letzte Gelegenheit für erfolgreiche iranisch-russische Kompromissgespräche sein. Die zweite Runde der Verhandlungen zwischen Moskau und Teheran soll am 16. Februar stattfinden. Russland hatte dem Iran vorgeschlagen, auf russischem Staatsgebiet gemeinsam Uran anzureichern.

"Ich bin sicher, dass sich die iranische Führung mit allem Ernst mit Russlands Vorschlag befassen wird, ein gemeinsames Projekt zur Urananreicherung ins Leben zu rufen", sagte Vizeministerpräsident Sergej Iwanow am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. "Dieser Vorschlag ist der beste Weg aus der Krise."

US-Präsident George W. Bush begrüßte die beschlossene Anrufung des UN-Sicherheitsrats. Mit ihrem Versuch, auf Drohungen, Verheimlichungen und das Brechen von Vereinbarungen zu setzen, werde die neue iranische Regierung keinen Erfolg haben. Dennoch bedeute dies nicht das Ende der diplomatischen Bemühungen, betonte Bush. Die Diplomatie werde nun sogar verstärkt werden, um den Iran von der Entwicklung von Atomwaffen abzuhalten.

Quelle: Agenturen


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