„Hilflosigkeit und Schwäche“ von Mahmoud Abbas

Am 8.1. erschien in der in London erscheinenden Zeitung „Al-Hayat“ ein kritischer Artikel des libanesischen Publizisten Jahad Alhazan über das palästinensische Vorgehen, hauptsächlich der „bewaffneten Gruppierungen“, doch auch über Mahmoud Abbas, der Hilflosigkeit und Schwäche demonstriere. Alhazan bedauert, dass die Palästinenser durch ihre Fehler den Israelis „die palästinensische Sache auf dem Silbertablett präsentieren“ würden.

Die Überschrift des Artikels lautet „sie machen die Sache kaputt und machen damit anstelle Sharons die ganze Arbeit“. Der Artikel übt scharfe Kritik, auch an Ministerpräsident Sharon und seiner Politik. Doch besteht kein Zweifel daran, dass der zentrale Punkt des Artikels die Kritik an den Palästinensern ist. Alhazan schreibt:

„Die Palästinenser haben noch nicht die nötige politische Reife erreicht, um einen selbständigen, lebensfähigen Staat zu leiten.“
„Ich kann nicht glauben, dass ich so etwas schreibe, aber ich bin es müde, immer wieder Ausreden für die Palästinenser zu suchen.“
„Israel ist ganz und gar nicht Schuld an dem, was derzeit in Gaza geschieht. Das Verbrechen dort ist palästinensisches Verbrechen und nichts weiter.“
„Die Banden begehen Verbrechen gegen die Palästinenser … und sie töten die Söhne ihres Volkes … und nachdem sie genug Menschen ihres Volkes getötet haben, haben sie auch noch zwei ägyptische Soldaten getötet und Dutzende verletzt.“
In Bezug auf die palästinensische Terrorgruppe „Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden“ schrieb Alhazan: „Al Aqsa hat nichts mit den Märtyrer-Brigaden zu tun“ (Al-Hayat, 8.1.)


Gericht verurteilt Hamas-Terrorist

Das Bezirksgericht Tel Aviv hat am Dienstag (10.1.) Abbas al-Sayad zu einer 35fachen lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Hamas-Terrorist war Drahtzieher des Selbstmordattentats auf das Park Hotel in Netanya. Bei dem Blutbad am Pessach-Abend 2002 wurden 30 Personen getötet. Außerdem war er für das Selbstmordattentat auf das Einkaufszentrum „Ha-Sharon“ in Netanya im Mai 2001 mit fünf Todesopfern verantwortlich. Wegen der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation erhöhte sich die Haftstrafe um weitere 20 Jahre. Al-Sayad war Leiter des militärischen Arms der Hamas in Tulkarem (Westbank).

In dem Urteil schrieben die Richter: „Al-Sayad ist verantwortlich für den Mord an 35 unschuldigen Personen, die in tragischen Umständen bei zwei schrecklichen Selbstmordattentaten ihr Leben verloren, und deren einziges Vergehen die Tatsache war, dass sie Israelis und Juden waren.“

„Die Zeugenaussagen der Überlebenden enthüllten ein schockierendes Bild über ganze Familien, die bei dem Terroranschlag auf das Park Hotel ausgelöscht wurden, während die Überlebenden vernarbt und für ihr restliches Leben an Körper und Seele geschunden übrig blieben.“

„Unter den Opfern befanden sich viele ältere Menschen, die auf wundersame Weise den Holocaust überlebt hatten und nach Israel einwanderten, um im Land des jüdischen Volkes ein sicheres Leben zu führen.“

Das Attentat im März 2002 war Anlass für die groß angelegte Militäroperation „Defensive Shield“ und die Durchsuchung von Arafats Amtssitz in Ramallah, in deren Verlauf zahlreiche Dokumente beschlagnahmt wurden. Die Dokumente enthalten wichtige Beweise über die Unterstützung und Finanzierung des Terrors durch die Palästinensische Autonomiebehörde unter der Leitung von Yasser Arafat. (Ynet, 10.1.)


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