Bei einem Einsatz der Fallschirmjäger in Kfar Zaida im Gebiet von Tulkarem ist am frühen Morgen ein Soldat der israelischen Armee („Zahal“) getötet worden. Der Soldat wurde bei einem Feuerwechsel mit palästinensischen Terroristen schwer verletzt und wurde noch vor Ort ärztlich versorgt. Im Hubschrauber wurde er dann in das Krankenhaus Tel Hashomer geflogen. Trotz der Bemühungen der Ärzte erlag er seinen Verletzungen. Die Familie wurde benachrichtigt. Aus einer ersten Untersuchung von Zahal geht hervor, dass die Armeeeinheit, die zu Festnahmen nach Kfar Zaida gekommen war, das Haus eines gesuchten Palästinensers erreicht hat. Von dort haben die Soldaten einige Häuser weit entfernt drei Terroristen entdeckt.
Die Soldaten bewegten sich auf die Gruppe von Terroristen zu. Diese bemerkte jedoch die Soldaten und eröffnete das Feuer, bei welchem der Soldat verletzt wurde. Die Soldaten schossen zurück und töteten einen der Terroristen, ein Mitglied des Islamischen Jihad. Der Terrorist, der getötet wurde, war an der Vorbereitung des Anschlags auf den Tel Aviver Stage-Club beteiligt und bereitete einen Anschlag in Israel vor. Noch nicht geklärt ist, ob durch die Schüsse auch ein weiterer Terrorist getötet wurde. Zur Zeit wird das Gelände nach der Leiche abgesucht. Ein dritter Terrorist wurde verletzt und konnte fliehen.
Bei dem Getöteten handelt es sich um Shafiq Abdal Ranam, ein führendes Mitglied der Organisation „Islamischer Jihad“ in den Dörfern um Tulkarem. Nach Angaben der Sicherheitsstellen ist der Gesuchte den Sicherheitskräften seit längerer Zeit immer wieder entkommen. Erst letzte Woche konnte Abdal Ranam aus dem palästinensischen Gefängnis fliehen.
Die Palästinenser teilten mit, dass die Soldaten gegen Morgen nach Kfar Zaida gekommen waren und eine Ausgangssperre verhängten. Die Armee bezeichnete das Dorf Zaida als „eins der verfluchten Dörfer in der Westbank“.
Das Dorf hatte sich in den letzten Jahren zur Residenz der führenden Terroristen, die auf der israelischen Fahndungsliste stehen, entwickelt. Die Armee verhaftete dort Terroristen, die für zahlreiche schwere Anschläge in Israel verantwortlich waren, darunter die tödlichen Anschläge in der Siedlung Harmash mit drei Toten, im Kibbuz Mezer, bei dem Revital Ohayon und ihre beiden Kinder getötet wurden und die Vorbereitung des Anschlags auf den Stage Club in Tel Aviv.
Die zwei Palästinenser, Shafiq Abdal Ranam und Ahmad Zaki, die an dem Anschlag auf den Stage-Club beteiligt waren, sind Mitglieder des Islamischen Jihad und waren am Freitag, dem 22.4. aus dem palästinensischen Gefängnis von Tulkarem geflohen. Beide wurden nach dem Anschlag in Tel Aviv von den palästinensischen Sicherheitskräften festgenommen.
In der Autonomiebehörde betonte man nach der Festnahme mit Stolz den Erfolg in der Spurenaufnahme sowie die Verhaftung der Terroristen. Sie betonten auch die Koordinierung mit Israel bei der Übergabe weiterer Verdächtiger.
Die Flucht der beiden hat die palästinensischen Sicherheitsapparate sehr in Verlegenheit gebracht, da nach Auffassung Israels die Angelegenheit eine Politik der „Drehtür“ aufzeigt, die in der Autonomiebehörde herrscht. Eine palästinensische Sicherheitsquelle berichtete am 22.4. ynet, dass aufgrund der Flucht der beiden einige führende palästinensische Vertreter in der Region zur Rechenschaft gezogen würden: „Die Regierung Abu Mazens, das danach strebt, einen Weg und neues Verhältnis zur Sicherheit aufzubauen, kann mit einem solchen Vorfall nicht leben, und schon bald werden die dafür Verantwortlichen Erklärungen abgeben müssen, und einige von ihnen werden sogar zurücktreten müssen.“ (Ma’ariv NRG, 2.5.05 und ynet, 22.4.05)
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Trotz der Waffenruhe häufen sich seit den vergangenen Wochen die terroristischen Aktivitäten im Gazastreifen. Die palästinensischen Anschläge richten sich wieder vermehrt auf zivile israelische Ziele innerhalb und außerhalb des Gazastreifens. In den vergangenen drei Wochen feuerten palästinensische Terroristen drei Qassam-Raketen, sechs Mörsergranaten und Panzerabwehrraketen auf israelische Ziele. Zehn Sprengsätze wurden in über 30 verschiedenen Fällen von Einsatzkräften entdeckt und unter Kontrolle detoniert. Bei den Angriffen wurden ein israelischer Zivilist leicht und ein Mitarbeiter der Armee sowie ein Soldat von „Zahal“ schwer verletzt. Ein weiterer Soldat erlitt leichte Verletzungen. Acht Versuche von Terroristen, nach Israel einzudringen, wurden vereitelt. Dabei wurden 25 Palästinenser zur Vernehmung abgeführt. Im Westjordanland wurden am vergangenen Mittwoch (27.4.) zwei palästinensische Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren verhaftet. Die beiden Jungen haben versucht, Sprengstoff nach Israel zu bringen. An der Straßensperre Jalama bei Jenin wurden sie abgefangen. Sie hatten zwei selbstgebaute Waffen und zwei Taschen mit Sprengstoff bei sich.
Den Soldaten an der Sperre kamen die Jungen verdächtig vor, nachdem sie in den Tagen zuvor sehr häufig den Kontrollpunkt passiert hatten. Am Mittwoch hielten sie die Jungen an, um sie zu überprüfen und fanden bei einem von ihnen die selbstgebauten Waffen. Die Spürhunde der zum Einsatzort gerufenen Sprengstoff-Entschärfer des israelischen Grenzschutzes spürten den Sprengstoff in den Taschen auf.
Bei ihrer Vernehmung berichteten die Jungen, dass man von ihnen verlangt habe, die Pakete nach Israel zu bringen und dann nach Jenin in den Palästinensischen Autonomiegebieten zurückzukehren, um eine weitere Sendung abzuholen.
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