Hamas und Hisbollah drohen Israel

In einer gemeinsamen Ankündigung versicherten der Chef der radikal-shiitischen Organisation Hisbollah, Scheich Hassan Nasrallah, und der Chef der palästinensischen Terrororganisation Hamas den „Widerstand“ gegen Israel aufrecht zu halten, trotz des gegenwärtigen politischen Drucks von Seiten der USA. Die Einigung kam nach einem Treffen der beiden in Beirut am Sonntag. Der Führer der Hamas, Khaled Mashal, beschrieb die Beziehung der beiden Organisationen zueinander als „stark“ und sagte: „Wir sind Partner im Marsch den gemeinsamen Feind (Israel) zu konfrontieren. Wir hoffen, dass der selbe Weg der zur Befreiung des südlichen Libanons führte, ganz Palästina befreien wird.“ Beide Gruppen lehnen die UN-Sicherheitsresolution 1559 ab, die die Auflösung der Hisbollah und bewaffneter palästinensischer Gruppen im Libanon fordert, sowie den Rückzug der syrischen Truppen aus dem Land.

In einer einstimmigen Entscheidung bestätigte der UN-Sicherheitsrat das Mandat der Blauhelme im Süden Libanons für weitere sechs Monate und bestätigte nochmals in der Resolution die „blaue Linie“, die die Grenze zwischen Libanon und Israel festlegt. Mit der Betonung der Rechtmäßigkeit der „blauen Linie“ unterstützt der Sicherheitsrat die Linie von Kofi Annan, der aufgrund eines Gutachtens der Weltorganisation vom Jahr 2000 festlegte, dass die sogenannten „Sheba Farms“ in der Mount Har Dov Region Syrien zuschreibt und somit libanesischen und Hisbollahbehauptungen entgegentritt, dass das genannte Gebiet zu Libanon gehört. Die radikal-islamische Organisation rechtfertigt mit der Behauptung, das Israel weiterhin „libanesischen Boden“ besetzt, seine fortgesetzten Terrorakte an der israelischen Nordgrenze, bei denen in den vergangen vier Jahren mehrere israelische Soldaten und Zivilisten getötet wurden. Die UNO hat jedoch betont, dass der Disput um dieses Gebiet in Verhandlungen mit Syrien beigelegt werden muss.

Der Führer der Hisbollah, Scheich Nasrallah, drohte anlässlich des ersten Jahrestages des Austausches der Überreste dreier entführter und getöteter israelischer Soldaten sowie dem Geschäftsmann Elhanan Tennenbaum im Austausch für libanesische und arabische Gefangene, die in israelischen Gefängnissen Strafen wegen terroristischen Akten absaßen, dass alle „Optionen offen stehen“ um libanesische Gefangene freizupressen. Der Gefangenenaustausch fand vor einem Jahr statt und wurde von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland ausgehandelt und logistisch eingerichtet.
(Haaretz)

© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit


Letzte Änderung am Sonntag, 6. Juli 2008 um 14:21:13 Uhr.


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