Am Donnerstag (13.1.) wurden bei einem Selbstmordattentat durch drei palästinensische Selbstmordattentäter am Grenzübergang von Karni zwischen dem Gazastreifen und Israel sechs Israelis ermordet und weitere fünf verletzt.
Drei der Todesopfer kamen aus Sderot, jener Kleinstadt im Süden Israels, die seit Jahren unter fast täglichen Terrorangriffen mit palästinensischen Qassam-Raketen leidet. Diese Raketen werden von palästinensischen Terrororganisationen direkt auf zivile Bevölkerungszentren abgeschossen, ganz gleich ob es sich bei den Zielen um Schulen, Kindergärten, Synagogen oder Krankenhäuser handelt.
Zu dem Zeitpunkt, als dieser Artikel verfasst wurde, kämpfte die 17-jährige Ella Abuksis noch um ihr Leben, nachdem sie am Samstag in Sderot von einer palästinensischen Qassam-Rakete getroffen wurde.
Nur wenige in der Welt sind sich dieser Tatsache bewusst. Die palästinensischen Terrororganisationen schießen diese Raketen in Tagesabständen auf Israels Zivilbevölkerung im nördlichen Negev. Tausende Israelis leben unter dieser terroristischen Bedrohung.
Viele Kommentatoren haben in den vergangenen Wochen über ein „neues Fenster der Möglichkeiten“ gesprochen, das durch die Wahl von Mahmud Abbas zum neuen Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) aufgestoßen wurde, einer Wahl, die durch Israel entschieden unterstützt wurde. Jeder von uns, der nach Frieden und Ruhe in der Region strebt, hofft in der Tat, dass die Wahl eines neuen palästinensischen Führers einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Palästinensern und Israelis einleitet, besonders was ein Ende des Terrorismus und der Gewalt angeht.
Was jedoch die Eskalation des Terrorismus in den vergangenen Tagen angeht, so stellt sich die Frage, inwieweit der oft zitierte Begriff „Fenster der Möglichkeiten“ angemessen ist. Es ist eindeutig, dass niemand, der die Situation vor Ort genauer untersucht, weiterhin mit feierlichen Erklärungen über ein erforderliches Ende des Terrorismus genügen kann, und Formulierungen, die nicht durch irgendeine substantielle Handlung auf Seiten der Palästinensischen Autonomiebehörde nach sich ziehen, werden fortan wertlos sein.
Ein Ende des Terrorismus wird nicht nur durch eine Politik der Worte und schönen Reden erreicht werden. Zu dieser kritischen Stunde ist konkretes, substantielles und schnelles Handeln gefragt. Alle Beteiligten wissen genau, was getan werden muss: Ein Ende des Terrors heißt, alle illegalen Waffen einsammeln, Verhaftung von Terroristen, Entwaffnung der Terrororganisationen und ein Ende der Hetze.
Der Terroranschlag am Grenzübergang Karni verletzte einen wichtigen Transferpunkt für Nahrungsmittel, Medikamente und Rohstoffe in den Gazastreifen und für den Export aus dem Gazastreifen. Es war ein Terroranschlag, welcher neben dem „Erfolg“ von sechs ermordeten Israelis, zuallererst den Alltag der palästinensischen Bevölkerung selbst traf: die Möglichkeit, die Lebensbedingungen und den Lebensstandard zu verbessern und ganz besonders die Möglichkeit, die palästinensische Wirtschaft zu entwickeln – eine grundlegende Voraussetzung für das Vorankommen hin zu einer friedlichen Lösung.
Der neu gewählte palästinensische Präsident trägt jetzt die Verantwortung, die Zukunft des Volkes zu gestalten, das ihn gewählt hat. Er muss sich entscheiden zwischen der elenden Realität der vergangenen Jahre, einer Realität des Terrors und des Leidens, oder einer besseren Zukunft für das palästinensische Volk und die gesamte Region.
Der Weg hin zu einer solchen friedlichen Zukunft beginnt an einem einzigen Ort: dort nämlich, wo der Terrorismus aufhört. (Jerusalem, 16.1.)
© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
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