Israel: Die Besatzung bremst das Wachstum |
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Die besetzten Gebiete sind für den Staat Israel nicht nur eine politische und militärische Belastung. Eine neue Studie zeigt, dass auch die Wirtschaft darunter gelitten hat – und zwar weit stärker, als gemeinhin behauptet wird. |
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Hohe Kosten, tiefes Wachstum
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Belegt werden diese harten Worte mit Zahlen. Gemäss Adva ist die israelische Wirtschaft zwischen 1997 und 2006 um 43 Prozent gewachsen. Das ist weit weniger als das Wachstum der Weltwirtschaft um 67 und jenes in den USA und der EU von 68 Prozent. Zwar sei es fast unmöglich, die genauen Kosten der Besatzung zu berechnen, da ein grosser Teil des Verteidigungsbudgets geheim sei. Doch gemäss Adva sollen die militärischen Aktivitäten in den besetzten Gebieten das Budget zwischen 1989 und 2008 um zusätzliche 36,6 Milliarden Schekel (rund 11,5 Milliarden Franken) belastet haben. |
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Sozialausgaben stark gekürzt
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Gemäss Adva lebt heute jede fünfte israelische Familie in Armut – in den 70er Jahren war es noch jede zehnte. Das sei eine Folge des Konflikts sowie der Ankunft von Hunderttausenden Einwanderern aus der Sowjetunion und Äthiopien, die Mühe hätten, Arbeit zu finden. Gleichzeitig seien zwischen 2001 und 2005 Sozialleistungen wie Kindergeld, Arbeitslosenunterstützung und Fürsorge stark gekürzt worden, mindestens zum Teil als Folge der gestiegenen Verteidigungsausgaben. |
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Weitere Berichte:
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