Fernsehtipps
Freitag, 14. März 2008
Vom 14.03. bis 20.03.2008 ...
Freitag, 14.03.2008
03:00 Uhr, ARTE
The War
Wie die Menschen in den USA den Zweiten Weltkrieg erlebten, das zeigen Ken Burns und Lynn Novick in der 14-stündigen Dokumentation "The War". Das brillante Doku-Epos zeichnet anhand von Einzelschicksalen aus vier repräsentativen, amerikanischen Städten ein neues, unbekanntes Bild des Zweiten Weltkriegs.
(1): Ein notwendiger Krieg
Als Folge des japanischen Luftangriffs auf den amerikanischen Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii im Dezember 1941 treten auch die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg ein. Binnen weniger Monate werden tausende junger Männer zur Armee eingezogen und zur Vorbereitung auf den Krieg in Manöver geschickt. Keine amerikanische Familie wird von der weltumspannenden Katastrophe verschont bleiben.
(2): Eine grauenerregende Zeit
Angesichts der bedrohlichen Präsenz feindlicher U-Boote vor der amerikanischen Ostküste und mehr schlechter als guter Nachrichten aus Übersee macht sich in den USA die Befürchtung breit, das Land sei für die Anforderungen eines "totalen Krieges" nicht ausreichend gerüstet. Doch nach sechsmonatigen erbitterten Kämpfen auf der Salomonen-Insel Guadalcanal können die Amerikaner schließlich den japanischen Vormarsch in der Pazifikregion stoppen.
09:20 Uhr, WDR
tag7: Fanatisch, fundamentalistisch, fromm
Fundamentalistische Strömungen gibt es in allen Weltreligionen, sie nehmen zu. Wie entstehen solche Überzeugungen, welche politischen Konsequenzen ergeben sich daraus?
Die Reportage stellt das Phänomen mit Beispielen aus dem Christentum in den USA, aus dem Judentum in Israel und aus dem Islam im Jemen vor.
19:15 Uhr, Phoenix
Machtpoker im Iran
Bei den Parlamentswahlen am 14. März erreichen die innenpolitischen Auseinandersetzungen im Iran einen neuen Höhepunkt. Gewinnen die Gegner von Staatspräsident Ahmadinejad die Mehrheit oder werden deren Kandidaten durch den mächtigen Wächterrat ausgeschlossen oder durch andere Manipulationen um mögliche Erfolge gebracht?
Samstag, 15.03.2008
06:45 Uhr, ARTE
Zeruya Shalev - Das Hohelied der Liebe
Weltweit fasziniert die israelische Bestsellerautorin Zeruya Shalev die Leser mit ihrer literarischen Erforschung des Mysteriums zwischen Mann und Frau. Die Schriftstellerin sprengt die political correctness ihrer Literatenväter, tritt mit Provokationen, Tabubrüchen und dem radikalen Wunsch nach Individualität aus der Erzähltradition ihres Landes hervor - ein Porträt.
06:45 Uhr, Phoenix
Quo Vadis - Skandale der Geschichte: Opfer der Macht
Jeanne d´Arc, Galileo und Dreyfus sind Opfer der Macht. Ihre politischen Prozesse sind Augenblicke der Geschichte, in denen aufgestaute Widersprüche offenbar werden. Im Spektakel der Verurteilung legt die morsche Ordnung ungewollt ihre Schwächen bloß.
U.a.: Frankreich an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Ein Justizskandal erschüttert die Republik. Alfred Dreyfus, ein jüdischer Stabsoffizier, ist in einem Eilprozess als Vaterlandsverräter gebrandmarkt und auf die entlegene Teufelsinsel verbannt worden. Doch bald wurde klar: Ein Unschuldiger wurde als Sündenbock geopfert, um die Macht der Armee zu erhalten.
12:00 Uhr, Phoenix
Machtpoker im Iran
siehe auch 14.03. um 19:15 Uhr
21:10 Uhr, n-tv
Die "Reichskristallnacht"
Sie markiert den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Juden zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust an den europäischen Juden im Machtbereich der Nationalsozialisten mündet. Die so genannte "Reichskristallnacht". Am Abend des 9. November 1938 verwüsten staatlich organisierte Truppen in Zivil als Reaktion auf die angebliche Ermordung des deutschen Beamten von Rath in Berlin jüdische Geschäfte und Wohnungen. Synagogen brennen. Hunderte von Juden werden ermordet. 30 000 werden fest genommen und in Konzentrationslager gebracht.
Sonntag, 16.03.2008
11:20 Uhr, 3sat
Kein schöner Land
1938 - Der Untergang Österreichs: Der Wiener Josef Gomperz kam 1905 nach St. Anton am Arlberg und war dort wesentlich am Aufbau des Fremdenverkehrs beteiligt. 1938, nach dem "Anschluss" Österreichs an das "Deutsche Reich", verlor er seine Stelle und alle Besitztümer und musste den Judenstern tragen. Später kam er in ein KZ, aus dem er nicht wiederkehrte. - Felix Mitterers Stück basiert auf einem authentischen Fall.
11:45 Uhr, Phoenix
Meine Geschichte - Verfolgt von den Nazis: Adolf Burger
Burger wurde in der Hohen Tatra geboren und lebte später in Poprad. Im August 1942 wurde er zusammen mit seiner Frau Gisela aus „politischen“ Gründen verhaftet und in das KZ Auschwitz verschleppt. Seine Frau wurde im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.
18:15 Uhr, ARTE
André Glucksmann - Mein Leben
Der 70-jährige Philosoph und Essayist André Glucksmann ist einer der prominentesten französischen Intellektuellen unserer Tage. Gero von Boehm sprach mit Glucksmann in Paris und in Prag, wo der Philosoph bei einem Symposion auf seinen alten Freund Vaclav Havel traf.
21:15 Uhr, 3sat
Dokumentarfilmzeit: 1938 - Der Untergang Österreichs
Zuflucht in Shanghai
Etwa 20.000 Juden flohen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Shanghai und lebten dort fast ein Jahrzehnt im Exil. Doch was sie dort erwartete, war zumeist keine schöne, neue Welt, sondern ein Leben im Ghetto. - Der Dokumentarfilm "Zuflucht in Shanghai" von Paul Rosdy und Joan Grossman ist eine Geschichte des Exils, in der vor allem Überlebende zu Wort kommen.
Montag, 17.03.2008
14:15 Uhr, hr
Geier, Würger, Schwarze Witwen
Tierbeobachtungen in den Wüsten Israels: Die Negevwüste, Handelsweg seit biblischen Zeiten, ist auch heute noch Schauplatz großer Wanderungen: Jedes Frühjahr ziehen hier Scharen von Großvögeln aus ihren afrikanischen Winterquartieren nach Norden.
21:10 Uhr, Phoenix
Die Juden - Geschichte eines Volkes (1/6): Gelobtes Land
Die erste Folge führt zurück zu den Ursprüngen des jüdischen Volkes in Ägypten und schildert den Mythos vom Exodus, dem Weg ins "Gelobte Land". Die erste jüdische Nation entsteht, die u.a. von legendären Königen wie David und Salomo regiert wird.
Auch im Kampf gegen übermächtige Gegner gibt der Glaube an den einen Gott dem jüdischen Volk immer wieder Halt. Nach Ende des babylonischen Exils ziehen die Juden zurück in ihre Heimat und bauen Jerusalem zu einem reichen und prächtigen Zentrum aus. Die Tora, die fünf Bücher Mose, wird niedergeschrieben. Bis heute ist sie der Mittelpunkt jüdischen Glaubens.
23:00 Uhr, BR
Trotzki
Sankt Petersburg, 7. November 1917 - ein Wendepunkt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Mit einem Streich erobert Leo Trotzki die Macht für die Kommunisten in Russland. Trotzki ist neben Lenin der Manager der Oktoberrevolution. Bald darauf, als oberster Kriegsherr, führt Trotzki die von ihm gegründete Rote Armee in den blutigen Bürgerkrieg. Ihm gelingt das Unmögliche, die junge Sowjetunion überlebt. Für die Kommunisten ist Trotzki der Held der Russischen Revolution und wird verehrt wie ein Heiliger. Aber für ihn sind Oktoberrevolution und Bürgerkrieg nur Etappen auf dem Weg zu seinem eigentlichen Ziel: der Weltrevolution. Doch aus dem Gefeierten wird ein Gejagter. Sein erbitterter Gegenspieler Stalin, den er lange unterschätzt hat, nimmt ihm Stück für Stück die Macht, und er verbannt ihn aus der Geschichte der Revolution.
Dienstag, 18.03.2008
ab 14:45 Uhr, Phoenix
THEMA: Israel
Aktuelles, Gespräche, Hintergründe und Dokumentationen, u.a.:
14:45 Uhr
Berlin - Podiumsdiskussion "60 Jahre nach der Staatsgründung Israels - Hoffnung für den Nahen Osten" anläßlich des Erscheinens von Werner Sonnes neuem Roman "Wenn ich Dich vergesse, Jerusalem", mit Frank-Walter Steinmeier (Bundesaußenminister), Ilan Mor (Gesandter der Botschaft des Staates Israel), Jamal Nazzal (Leiter der Informationsabt. der Generaldelegation Palästinas), Prof. Julius H. Schobps (Leiter des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien), Werner Sonne (Autor und Hauptstadtkorrespondent des ARD-Morgenmagazins)
anschl. - Dokumentation:
Rette ein Kinderherz
Israelische Ärzte operieren für den Frieden
ca. 17.00 Uhr: Jerusalem:
Rede Bundeskanzlerin Angela Merkel im israelischen Parlament (Knesset)
21:10 Uhr, Phoenix
Die Juden - Geschichte eines Volkes (2/6): Fall des Tempels
Die Geschichte des jüdischen Volkes beginnt vor über 3.000 Jahren. In der Wüste wächst die Vorstellung von dem einen und einzigen Gott, der keine anderen Götter neben sich duldet. Die Idee des Monotheismus wird die Welt verändern. In der zweiten Folge geht es um den "Fall des Tempels". Nach der Eroberung Jerusalems durch die Römer und der Zerstörung des Tempels sind die Juden ein Volk ohne Land.
22:30 Uhr, ZDF
Hitlers Österreich
Zweiteilige Dokumentation; Vor 70 Jahren, am 12. März 1938, ließ Hitler Soldaten der Wehrmacht und Polizisten in Österreich einmarschieren. Der "Anschluss" Österreichs wurde in kürzester Zeit vollzogen. Hat die Mehrheit der Österreicher den "Anschluss" gewollt? Oder wurde das Land "besetzt" und "Opfer" des Nationalsozialismus?
Mittwoch, 19.03.2008
15:00 Uhr, SWR + WDR
Planet Wissen: Israel heute - Zwischen High Tech und heiligen Stätten
Vor 60 Jahren entstand auf Beschluss der UN der Staat Israel, ein Land, in dem Juden aus aller Welt ein zu Hause finden sollten. Seither ist das frühere Palästina ein geteiltes Land. Israel wurde zum Einwanderungsland mit zahlreichen Konflikten. Trotzdem bietet es viel Sehenswertes. Jerusalem strotzt vor Geschichte: Christen, Juden und Muslime verehren es gleichermaßen als Heilige Stadt. Tel Aviv hingegen, das quirlige Zentrum am Mittelmeer, bildet den weltlichen Gegenpol. Hier findet ein wildes Party- und Strandleben sowie reger geschäftlicher Handel statt: Bankenwesen und Wirtschaftsleben boomen.
21:00 Uhr, ARTE
The War
5.Teil: Ein Scheiß-Krieg
Im September 1943 wird der amerikanischen Bevölkerung deutlich, dass der Zweite Weltkrieg seinen Tribut fordert. Das "Life Magazine" veröffentlicht ein Foto von drei im Südpazifik getöteten GIs. Außerdem ist in den Kinos der erste Propagandafilm mit Aufnahmen der Schlacht von Tarawa zu sehen. Zu dieser Zeit kommt es in vielen Städten der USA zu Unruhen zwischen schwarzen und weißen Bürgern. Die afroamerikanische Presse fordert "den doppelten Sieg - über die Feinde der Freiheit zu Hause und in Übersee".
6.Teil: Der tödliche Ruf
Zu Beginn des Jahres 1944 wird das morgendliche Zeitungslesen für viele Amerikaner zu einer Zitterpartie. Die Listen der gefallenen und vermissten Soldaten werden immer länger. In Italien scheitern die alliierten Truppen kläglich, die deutsche Front mit einem Angriff hinter Anzio zu durchbrechen. Monatelang sind sie dem Kugelhagel der Deutschen und Italiener ausgesetzt und erleben die ganze Brutalität des Krieges.
Erst Ende Mai 1944 gelingt es den Alliierten, die Wehrmacht zurückzuschlagen und mit Hilfe von polnischen Truppen den Monte Cassino zu erobern. Endlich ist der Weg zur italienischen Hauptstadt frei, die die Alliierten am 4. Juni 1944 befreien können. Die Wehrmacht zieht sich nördlich hinter Rom zurück, wo sie eine neue Front eröffnet.
21:10 Uhr, Phoenix
Die Juden - Geschichte eines Volkes (3/6): Halbmond und Kreuz
Im frühen Mittelalter dringt der Islam auch in den Süden Europas vor. Die Juden auf der Iberischen Halbinsel arrangieren sich mit den neuen Machthabern. Als die Christen das Land von den Muslimen zurück erobern, werden sie von den Juden zunächst als Befreier begrüßt. Doch die Inquisition veranlasst Hunderttausende Juden, Spanien zu verlassen.
23:40 Uhr, ARTE
Dekalog, Acht: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten
Zofia lehrt Ethik an der Universität Warschau. Bemüht, ihren Studenten Beispiele für ethisches Verhalten zu liefern, wird sie eines Tages mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Die junge Amerikanerin Elizabeta, eine nach Amerika ausgewanderte Jüdin, fragt sie, wie das Verhalten jener Familie zu beurteilen ist, die ihr als Kind die rettende Taufe verweigerte. Elizabetas Frage löst in Zofia starke Schuldgefühle aus: Unter dem Vorwand, das achte Gebot beachten zu müssen und nicht lügen zu können, hatte ihre eigene Familie ebenfalls einem jüdischen Mädchen zur NS-Zeit die rettende Hilfe verweigert.
Donnerstag, 20.03.2008
08:15 Uhr, Phoenix
Kaiphas und Pilatus: Wer ist schuld am Tod von Jesus Christus?
Kein Ereignis der Antike wurde so genau rekonstruiert wie die Kreuzigung Christi am 7. April des Jahres 30. Dennoch bleibt die zentrale Frage nach der Schuld am Tod von Jesus von Nazareth bis heute offen. Im Brennpunkt der filmischen Nachforschungen stehen der jüdische Hohepriester Josef Kaiphas und der römische Statthalter Pontius Pilatus. Wie war die Macht verteilt zwischen jüdischer Selbstverwaltung und römischer Besatzung? Wer durfte Todesurteile aussprechen und vollstrecken? Kaiphas und Pilatus sind Schlüsselfiguren für ein neues Verständnis der Vorgänge, die zum Kreuzestod Jesu führten.
18:30 Uhr, Phoenix
Ralph Giordano - Mein Leben
Ralph Giordano, 1923 in Hamburg geboren, ist ein standhafter Zeitzeuge der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts: "Die Nazis", sagt er, "haben mich zu einem Juden abgestempelt und zu einem Kämpfer gemacht." In "Mein Leben" erzählt er von seiner Kindheit und Jugend im Hamburg des Dritten Reiches: von der Quälerei, der Verfolgung, des Versteckens in einem Kellerloch - und der Befreiung.
21:05 Uhr, ORF2
Alltag unterm Hakenkreuz
Am Anfang stand der Jubel. Österreich wurde zur Ostmark und die meisten ihrer Bewohner glaubten an eine bessere Zukunft. Den "Glücklichen unter dem Hakenkreuz" stehen aber Zehntausende Familien gegenüber, die tagtäglich um ihr Leben bangen mussten, verfolgt von einem Regime, das wie keines zuvor Angst und Terror bis in die Familien hinein trug. Die offiziellen Filmdokumente aus diesen Jahren sind geschönte Propagandabilder, nur private Filmer und Fotografen dokumentierten gewollt oder ungewollt die Welt abseits des "braunen Scheins" - oft schon in Farbe. Ihre Bilder entlarven die so genannten Herrenmenschen als selbstgefällige kleinbürgerliche Potentaten, zeigen aber auch antisemitische Ausschreitungen in Wien, die Schrecken des Krieges, die Lebenswirklichkeit im Ghetto.
21:10 Uhr, Phoenix
Die Juden - Geschichte eines Volkes (4/6): Tod oder Taufe
Die Geschichte der Juden in Europa steht vor allem im Mittelalter in enger Verbindung zum Christentum. In vielen Ländern leben die beiden Glaubensrichtungen zunächst in friedlicher Koexistenz. Doch Vorurteile und Misstrauen gewinnen die Oberhand. Aufgrund ihrer überregionalen Kontakte spielen die Juden eine bedeutende Rolle für den Aufbau von Handelsbeziehungen und den Wissenstransfer im mittelalterlichen Europa. Doch während der Kreuzzüge richtet sich der Hass vieler Christen gegen alle Andersgläubigen. In den nächsten Jahrhunderten werden Tausende Juden vertrieben oder ermordet.







