Armeegeheimdienst

2005 ist das Jahr des Optimismus

In Folge der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten hat die nachrichtendienstliche Abteilung der israelischen Armee (Zahal) ihre Prognose für das laufende Jahr revidiert. Entgegen der Unsicherheit, die zu Beginn des Jahres vorgeherrscht hatte, bezeichnet die Abteilung das Jahr 2005 derzeit als „Jahr des Optimismus“.

Sicherheitsbehörden führen diesen Optimismus hauptsächlich auf die Entwicklungen im palästinensischen Forum zurück. In Folge der Kommission betonten führende Sicherheitsvertreter, dass die Feuerpause bis Ende 2005 höchstwahrscheinlich eingehalten werde „oder wenigstens bis nach Durchführung der Abkopplung“.

Doch die Ruhephase kann, soweit es die Terrororganisationen angeht, jeder Zeit beendet werden. In Augen der Organisationen käme es auf die israelischen Aktionen an. Die militärische nachrichtendienstliche Abteilung jedoch geht davon aus, dass sich die Ruhe durchsetzen wird.

Nach Einschätzung der Abteilung ist die große Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung gegen Anschläge. Außerdem seien nicht nur die letzten positiven Entwicklungen im palästinensischen Forum dafür verantwortlich, dass das Jahr 2005 zum „Jahr des Optimismus“ wurde. Auch die Entwicklungen in anderen Foren wirkten sich zugunsten Israels aus.

U.a. wird als Wendepunkt von enormer Bedeutung für die Region die Rückkehr des ägyptischen und jordanischen Botschafters nach Israel betrachtet. Hinzu kommt der syrische Konflikt im Libanon aufgrund der Ermordung des ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Al Hariri. Zahal geht davon aus, dass die Hizbollah wegen der Tötung und der Reaktionen darauf gegenüber der libanesischen Bevölkerung in Missgunst geraten ist, deren Grossteil Ruhe und Ordnung im Staat vorzieht. In Israels Augen wird Syrien keine andere Wahl haben und sich gänzlich aus dem Libanon zurückziehen müssen. Dieser Rückzug wird es der Hizbollah erschweren, noch lange Zeit weiterhin bewaffnet zu agieren.

Im Gegensatz zu den optimistischen Einschätzungen schraubte der scheidende Generalstabschef, General Moshe Ya’alon, am Wochenende seine Erwartungen für das kommende Jahr herunter: „Man sollte sich von der derzeitigen Ruhe nicht betäuben lassen. Bis Abu Mazen nicht die Waffen einsammelt, wird der Konflikt nicht beendet werden“. Dies betonte er bei einem Vortrag in Haifa.
Gleichzeitig erklärte der Generalstabschef, dass die Tatsache sehr zufriedenstellend sei, dass die Anzahl der Kampfhandlungen an der libanesischen Grenze drastisch von 150 auf 13 im vergangenen Jahr zurückgegangen seien. (Ma’ariv, 20.3.)

© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

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