11% der Deutschen wollen die Nazis wählen
Zum Auftakt des Landtagswahlkampfes in Niedersachsen geben sich die rechtsextreme Nazi-Partei Deutschlands (NPD) siegessicher. Letzte Umfragen bescheinigen ihr, über elf Prozent der Deutschen wollen die Nazi wählen.
Siegessicher inszeniert sich die Partei im Hannoverschen Congress Centrum (HCC). Der ehemalige Waldorflehrer ist ihr neuer Hoffnungsträger. Der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt sagt am Samstag, dass die NPD erstmals nach gut vierzig Jahren wieder in ein Westparlament einziehen könnte. Parteichef Voigt fordert, die Trennung von Deutschen und Ausländern in Schulen einzuführen. Und er hat ebenso wie Molau die Russlanddeutschen als neue Zielgruppe im Visier: "Das sind Deutsche."
"Kein Existenzrecht für Israel" ist der Wahlkampfspruch der Nazis und dieser wurden von den Teilnehmer auf der, von den Behörden genehmigten, Veranstaltung auf T-Shirts offen zur Schau getragen. Ganz unbehelligt fordert ihr Parteichef Voigt eine "Rassentrennung" und will in den Schulen die Trennung von Deutschen und Ausländern einzuführen.
Eine weitere abskure Forderung den Nazis ist: "Deutschland nur für weisse Deutsche, dann wird alles gut." Die Zielgruppe dieser braunen Ideologen sind vor allem die Menschen, die nach Einführung von Hartz IV und Rente mit 67 Angst vor der Zukunft haben.
Dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden drohte Voigt: "Ihre Religionsgemeinschaft, Frau Knobloch, ist hierzulande ohnehin überprivilegiert. Ich versichere Ihnen: Wenn die NPD die Richtlinien der Politik in Deutschland bestimmt, dann können Sie diese Sonderbehandlung vergessen."
In ihrem Siegestaumel wollten die Nazis den Widerstand vor der Saaltür in der ihrer bekannten Blindheit oder geistigen Beschränktheit übersehen. Über 8.000 Menschen demonstrierten in Hannover gegen die NPD. Zum "Fest der Demokratie" am Nachmittag kamen sogar 15.000 Besucher.
U. Stolz - jns
16. September 2007
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