Im Auftrag des Iran
Hisbollah soll israelischen Soldat entführen
Die libanesische Terrororganisation Hisbollah unternimmt im Auftrag des Iran alle Anstrengungen, noch vor den israelischen Wahlen am 28. März einen israelischen Soldaten zu entführen, um die politische Stabilität in Israel ins Wanken zu bringen und das Wahlergebnis zu beeinflussen. Dies sagte ein hochrangiger Vertreter der Sicherheitsbehörden in einem Gespräch mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Ehud Olmert am Sonntag.
In der Nordkommandantur herrsche derzeit höchste Alarmbereitschaft. Den Iranern sei es im Grunde egal, wer bei den Wahlen siegt, doch sie betrachten die Störung der politischen Stabilität in Israel und die Einflussnahme auf die Wahlen als eine Art Nationalsport.
Diese Art der Einmischung hat es bei vergangenen Wahlen schon öfters gegeben. Am auffälligsten war es bei den Wahlen 1996. Damals hatte der damalige Leiter des militärischen Nachrichtendienstes („AMAN“), General Moshe Yaalon, einen großen politischen Sturm der Entrüstung verursacht, weil er auf einer Pressekonferenz erklärte, dass der Iran versuche, die Wahlen in Israel zu beeinflussen.
„Wir sind eine Marionette des Iran“
Der ehemalige Stellvertreter des syrischen Präsidenten Bashar Assad, Abed Al-Halim Hadam, hat in einem Interview mit dem israelisch-palästinensischen Radiosender „Kol HaShalom“ das syrische Regime für den Mord des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Hariri und für die Bewaffnung der Hisbollah verantwortlich gemacht.
Nachdem er erklärte, er sei der Überzeugung, dass „Assad die Anweisung gegeben hat, Hariri zu ermorden“, fuhr Abed Al-Halim Hadam, der bis vor Kurzem noch der Stellvertreter des syrischen Präsidenten Bashar Assad war, mit seinen Vorwürfen gegen das Regime in Damaskus fort. „Die Beziehungen zwischen Syrien und dem Iran sind keine strategischen“, so Hadam. „Eine strategische Zusammenarbeit muss zwischen zwei selbständigen Strategen stattfinden, doch Assad hat keine Strategie. Im Grunde dient er den iranischen Interessen in der Region. Ich bin für freundschaftliche Beziehungen zwischen benachbarten Staaten, aber es gibt einen Unterschied zwischen Freundschaft und einer Situation, in der ein Staat eine Marionette in den Händen eines anderen ist.“
Hadam verdeutlichte seine Aussage bezüglich der Ermordung Hariris und sagte: „Bashar Assad ist derjenige, der Hariri ermordet hat, in Zusammenarbeit mit Libanesen, die Hariri gehasst haben. Hariri hatte sich bemüht, die Beziehungen mit Assad zu verbessern, und ich war ihm dabei behilflich, doch der Hass Assads auf Hariri war so groß, dass die Situation nicht zu ändern war, und er beschloss Hariri aus dem Weg zu schaffen“. (…)
„Syrien rüstet die Hisbollah mit Waffen aus“
Und was sagt der ehemalige Stellvertreter Assads über die Hisbollah und den Iran? Es scheint, dass auch hier die Dinge nicht für syrische Ohren bestimmt sind. Zunächst bestätigt Hadam, dass das syrische Regime die Hisbollah mit Waffen unterstützt. Das hört sich für Israelis, die an solche Mitteilungen gewöhnt sind, vielleicht trivial an, doch dieses Mal wird die Aussage von einem ehemaligen, hochrangigen, syrischen Vertreter bestätigt. „Syrien hilft ihnen tatsächlich mit Waffen und unterstützt sie. Die israelische Besatzung im Südlibanon ist zu Ende, und es stehen nur noch Verhandlungen über die Shebaa-Farms aus, doch der Libanon ist ein Staat, dessen Regime von allen gestärkt werden muss. Trotzdem sind die Waffenlieferungen (von Syrien an die Hisbollah) ein Fehler“, sagte Hadam.
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