El Kaida fordert Hamas zum Krieg auf

Die Nummer Zwei der Terrororganisation El Kaida, Aiman el Sawahiri, hat die radikale Palästinenserorganisation Hamas aufgerufen, den bewaffneten Kampf gegen Israel fortzusetzen. Die Hamas dürfe "die Kapitulationsabkommen" nicht befolgen, welche "die Konfessionslosen der Palästinenserführung" in der Vergangenheit unterzeichnet hätten, erklärte Sawahiri in einer Videobotschaft, die der arabische Fernsehsender El Dschasira ausstrahlte. Moslems sollten die Länder boykottieren, die in den vergangenen Wochen und Monaten Karikaturen des Propheten Mohammed gedruckt hätten, sagte Sawahiri ferner.

Die Vereinigten Staaten haben ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar (20,8 Millionen Euro) auf Sawahiri ausgesetzt. Sie sehen in ihm den Chefideologen von El Kaida. Gemeinsam mit dem Anführer der Terrororganisation, Osama bin Laden, soll der in Ägypten geborene Arzt der intellektuelle Wegbereiter der Terroranschläge vom 11. September 2001 gewesen sein.

"Eure einzige andere Möglichkeit ist, den bewaffneten Kampf bis zur Befreiung Palästinas und der Gründung eines islamischen Staates fortzusetzen", sagte Sawahiri in der Videobotschaft. Die Hamas-Führung solle sich im Parlament nicht zusammentun mit "den Konfessionslosen, die Palästina verscherbelt haben". Er bezog sich mit seinen Vorwürfen ausdrücklich auf die Friedensverträge von Oslo von 1993 und auf den jüngsten internationalen Friedensplan für Nahost. Die Hamas hatte die Wahl mit 74 von 132 Abgeordnetensitzen gewonnen; die Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas stellt nur noch 45 Abgeordnete.

Sawahiri rief die Moslems dazu auf, die westlichen Länder wegen der Mohammed-Karikaturen zu boykottieren. "Wir betrachten die Veröffentlichung der Karikaturen als Teil eines Kreuzzuges gegen Moslems, den die Vereinigten Staaten anführen." Während es die betroffenen Länder nicht wagten, "an die jüdische Religion zu rühren oder die Judenvernichtung anzuzweifeln", hätten sie die Karikaturen veröffentlicht und sich nicht einmal dafür entschuldigt, sagte der Extremistenführer.

Syrien rät Hamas von Anerkennung Israels ab

Der syrische Präsident Baschar el Assad hat die radikalislamische Palästinensergruppe Hamas aufgefordert, Israel weiterhin die Anerkennung zu verweigern. Die Hamas dürfe Israel nicht ohne Gegenleistung anerkennen, "nur um dem Westen zu gefallen", sagte Assad am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Sana. "Die Anerkennung Israels ist daran geknüpft, dass die Rechte der Palästienenser wiederhergestellt werden." Sie dürfe nicht "gratis" erfolgen, "als Geschenk an Israel". Der Wahlsieg der Hamas am 25. Januar müsse genutzt werden, "um die Position der Araber zu stärken".

Moskau will für Hamas Brücken bauen

Bei Gesprächen mit der radikal-islamischen Palästinenser-Bewegung Hamas in Moskau hat die russische Führung zur Umsetzung der Abkommen mit Israel aufgerufen. Das Treffen russischer Diplomaten mit einer Hamas-Abordnung war der erste offizielle Kontakt der Radikalen mit den ausländischen Vermittlern im Nahost-Konflikt. Präsident Wladimir Putin hatte die in den USA als Terrorgruppe eingestufte Hamas nach Moskau eingeladen, um mäßigend auf die Sieger der palästinensischen Parlamentswahl vom Januar .

Politiker in Israel droht Hanija mit dem Tod

Ein führender Vertreter der israelischen Regierungspartei Kadima hat dem designierten palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanija mit Inhaftierung und Tötung gedroht. "Wenn Hanija und seine Leute an der Macht sind und ihre Politik des Terrors und der Morde fortsetzen, werden sie sich hinter Gittern wiederfinden oder sich zu Scheich Jassin gesellen", sagte der Kadima-Politiker Avi Dichter am Sonntag im israelischen fernsehen. Damit spielte er auf das Schicksal des Hamas-Führers Scheich Ahmed Jassin an, der vor zwei Jahren von Israel getötet wurde. Dichter ist ein Vertrauter von Israels Interims-Ministerpräsident Ehud Olmert und ein führender Kandidat für die Parlamentswahl am 28. März.

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Eine Lösung für die Palästinenser
El-Kaida-Vize droht Golfstaaten und Israel