Palästinensische Terroristen trainieren im Iran

Ein Internetportal für Exil-Iraner hat eine Liste von 20 Terrortrainingslagern im Iran veröffentlicht. Hauptzielgruppe seien Iraker und Palästinenser, schreibt die Webseite "Iran Focus" unter Berufung auf einen ehemaligen Offizier der "Islamic Revolutionary Guards Corps" (IRGC).

Die Trainingszentren stünden unter Kontrolle der IRGC-Elitetruppe, der "Qods-Truppe". Diese "hat ein ausgedehntes Netzwerk, das die Einrichtungen der iranischen Botschaften oder kulturelle und wirtschaftliche Vertretungen nutzt, um radikale Islamisten in moslemischen Ländern oder unter den Moslems im Westen zu rekrutieren", sagte der Offizier, der vor einiger Zeit den Iran verlassen hat und im Untergrund lebt. Auch zahlreiche religiöse Einrichtungen wie die "Islamische Organisation für Kommunikation und Kultur" dienten diesem Zweck.

Zunächst erhielten die Terroristen ein erstes Training in ihren Ländern. "Dann werden sie über Drittländer in den Iran geschickt und landen in einem Trainingslager der Qods-Truppe." Ein spezieller Zweig im iranischen Außenministerium unterstütze die Truppe beim Einschleusen ausländischer Rekruten. In den Drittländern erhielten sie von Agenten einen iranischen Pass. Wenn sie das Training beendet hätten, könnten die Terroristen über die Drittländer mit ihren eigenen Papieren in ihr Ursprungsland zurückkehren - oder sie führen an den Ort, an dem Einsätze geplant seien, erläuterte der Iraner weiter.

"Der Irak ist der Hauptfokus der Aktivitäten der Qods-Truppe geworden, gefolgt von den palästinensischen Gebieten. Viele der ausländischen Rekruten in diesen Lagern kommen jetzt aus diesen beiden Regionen", fügte der ehemalige Offizier hinzu. Aber andere kämen aus den arabischen Staaten am Persischen Golf, in Nordafrika und in Südostasien.

"Das Ausmaß und der Umfang der Operationen der Qods-Truppe im Irak gehen weit über das hinaus, was wir selbst im Krieg gegen Saddam getan haben", sagte der Informant. Damit bezog er sich auf den achtjährigen Iran-Irak-Krieg in den 80er Jahren. "Weite Gegenden des Irak sind durch ihre Stellvertreter quasi unter Kontrolle der Qods-Truppe. Sie benutzt ein großes Aufgebot an Wohlfahrtsorganisationen, Firmen und anderen Fronten, um ihre Aktivitäten quer durch den Irak auszuführen." Dazu gehörten der iranische Rote Halbmond sowie die staatliche Fernseh- und Radiogesellschaft.

US-Regierung warnt Hamas

Die US-Regierung hat die bei den Palästinenserwahlen siegreiche Hamas-Bewegung davor gewarnt, Finanzhilfe aus Iran anzunehmen. Damit würde die radikal-islamische Gruppe deutlich machen, dass sie keine Absicht habe, dem Terror abzuschwören, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. 250 Millionen Dollar vom führenden Terrorunterstützer anzunehmen würde ein ziemlich klares Signal aussenden. Der Sprecher reagierte auf Berichte, dass Teheran diese Summe der Hamas angeboten hat.

Iran plant Massenproduktion von Kernbrennstoff

Nach einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vom Montag bereiten Wissenschaftler im Iran für das letzte Quartal 2006 die Installierung von 3000 Zentrifugen in der Atomforschungsanlage Natans vor, um die Uran-Anreicherung voranzutreiben. Dies berichtet der Spiegel. Bislang seien 20 Zentrifugen im Einsatz. Um in nennenswertem Umfang Uran anreichern zu können, würden allerdings mehrere hundert Zentrifugen benötigt. Teheran will langfristig 50. 000 Zentrifugen installieren. Laut dem letzten IAEA-Bericht hat die Internationale Gemeinschaft auch nach dreijährigen Prüfungen keinerlei Mittel, um festzustellen, ob der Iran seinen Verpflichtungen nach dem Atomwaffensperrvertrag tatsächlich nachkommt. Insbesondere die Entdeckung von Dutzenden nicht gemeldeter Anreicherungsanlagen zieht die friedlichen Absichten des Iran im Bereich der Atomforschung weiter in starken Zweifel.

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