Hamas-Führer soll im Februar nach Moskau

Russland erwartet den Führer der radikal-islamischen Palästinenserbewegung Hamas, Chaled Maschaal, ungeachtet internationaler Kritik noch im Februar zu Gesprächen in Moskau.
Ein Besuch Maschaals in den kommenden zwei Wochen sei «durchaus möglich», sagte der Sonderbotschafter für die Nahostverhandlungen, Alexander Kalugin, am Samstag in der russischen Hauptstadt. Die USA erklärten, Russland habe zugesichert, bei einem Treffen mit der Hamas-Führung auf eine gewaltlose Nahostlösung zu dringen. Die Hamas hat nach der palästinensischen Parlamentswahl eine absolute Mehrheit der Sitze.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag zur Überraschung der Verhandlungspartner im Nahost-Quartett - der USA, der EU und der Vereinten Nationen - ein Treffen mit der Hamas in Moskau angekündigt und damit Empörung in Israel sowie Befremden in den USA ausgelöst. Bei Kontakten mit der Hamas werde es ein «sehr klares, sehr starkes Signal» aus Moskau dahingehend geben, dass die Hamas die vom Nahost-Quartett dargelegten Prinzipien achten müsse, sagte US-Außenamtssprecher Sean McCormack in Washington. Das habe der russische Außenminister Sergej Lawrow seiner US-Kollegin Condoleezza Rice telefonisch zugesagt.

Unterdessen ließen militante Palästinenser im Gazastreifen einen vor zwei Tagen entführten ägyptischen Diplomaten frei. Zu der Tat hatte sich eine bislang unbekannte Extremistengruppe bekannt. Die Gruppe, die sich nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen «Brigaden der Freien» nennt, hatte erklärt, sie wolle palästinensische Gefangene freipressen.

Die israelische Luftwaffe griff am Samstag ein Ziel im Gazastreifen an. Dabei wurden nach Angaben palästinensischer Sicherheitsbeamter mindestens zwei Menschen verletzt. Die Armee korrigierte Berichte, wonach ein bewaffneter Palästinenser in Dschenin im Westjordanland bei einem Feuergefecht mit israelischen Soldaten getötet worden war. Zwei Palästinenser seien bei Schusswechseln verletzt worden, als Soldaten im Flüchtlingslager von Dschenin gesuchte Palästinenser festnehmen wollten, sagte eine Armeesprecherin dazu.

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