Iran plant Anti-Holocaust Konferenz
Iranier verbrennen israelische Fahnen (Foto: AP)
Der iranische Präsident Ahmadinejad plant eine Anti-Holocaust Konferenz und bezeichnet die Vernichtung von über 6 Millionen Juden als Mythos und droht weiter damit Israel zu vernichten.
Am Sonntag erklärte er vor der Presse, auf der geplanten Konferenz über die Vernichtung von über 6 Millionen Juden durch Nazi Deutschland sollen die "wissenschaftlichen Beweise" überprüft werden. Damit könne der Holocaust als Mythos bewiesen werden. Er verlangte desweiteren, dass Israel aus dem Gedächtnis der Menschheit gelöscht werden müsse. Israel solle mit allen Mitteln bekämpft und vernichtet werden.
Der Sprecher des Aussenministeriums Hamid Reza Asefi wollte jedoch weder den genauen Zeit, noch der Ort der Konferenz bekanntgeben auch nicht, wer dazu bereits eingeladen wurde beziehungsweise eingeladen wird. Gleichzeitig rief er die EU zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf, um doch noch eine Lösung im Atomstreit zu finden. Entsprechenden Appell richtete Teheran an das EU-Trio Deutschland, Grossbritannien und Frankreich.
Demnach muss nach Auffassung des Aussenministeriums eine Einigung im Atomstreit die Herstellung von iranischen Brennstäben für seine Kernkraftwerke sichern. Gleichzeitig solle sie den friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms garantieren.
Das iranische Ministerium erinnerte daran, dass "ein Grossteil des iranischen Atomprogramms immer noch auf freiwilliger Basis ausgesetzt" sei. Dies könne sich ändern.
Derweil stellte sich das iranische Parlament hinter die harte Linie von Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Der Sprecher des Parlaments, Gholam Ali Hadad-Adel, sagte, bei der Anrufung des UNO-Sicherheitsrates werde das Parlament darauf bestehen, die Kontrollen iranischer Atomanlagen durch Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien zu stoppen.
Der Abgeordnete Mohammad-Nabi Rudaki, der der aussenpolitischen Kommission des Parlaments angehört, kritisierte nach Angaben der Nachrichtenagentur Pars die Position Deutschlands in dem Streit. "Ich empfehle der Bundeskanzlerin, die Beziehungen ihres Landes mit Iran nicht weiter zu verschlechtern", sagte Rudaki.
Die Äusserungen von Angela Merkel in Washington zu Iran stünden im Widerspruch zu den Vorschriften des Atomwaffensperrvertrags. "Ihr und der Blick Deutschlands gegenüber Iran ist äusserst diskriminierend." Merkel hatte Iran vorgeworfen, "rote Linien überschritten" zu haben.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte zuvor vor einer Überweisung des Streits an den UNO-Sicherheitsrat gewarnt. Dies könne den Weltfrieden gefährden. "Der Sicherheitsrat ist kein Gremium zur Durchsetzung der Forderungen des Westens", sagte der Präsident auf einer Pressekonferenz in Teheran.
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