Hamas und Dschihad kritisieren Grenzabkommen
Die militanten Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad haben das Abkommen über eine Öffnung der Grenze des Gazastreifens kritisiert. Es verletze die palästinensische Souveränität und Würde, dass Israel den Verkehr an dem palästinensisch-ägyptischen Übergang Rafah künftig mit Kameras überwachen könne.
Das erklärten die beiden Organisationen am Mittwoch in Gaza. Der Gazastreifen unterstehe damit weiter einer israelischen Kontrolle.
Nach zweimonatigen zähen Verhandlungen hatten sich Israel und die Palästinenser zuvor am Dienstag auf einen internationalen Reiseverkehr aus dem Gazastreifen geeinigt. US-Aussenministerin Condoleezza Rice nannte die von ihr vermittelte Vereinbarung vor Journalisten in Jerusalem «einen grossen Schritt nach vorn».
Der nach dem israelischen Abzug im September geschlossene Grenzübergang Rafah nach ִgypten soll gemäss der Vereinbarung für Palästinenser und mit einer Überwachung durch die EU geöffnet werden.
Rice, die ihren Aufenthalt in Israel wegen der Verhandlungen verlהngert hatte, kündigte eine Öffnung des Übergangs fur den 25. November an. Sie lobte den israelischen Ministerprהsidenten Ariel Scharon und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas für ihre Zusammenarbeit. Der Beauftragte für die gemeinsame EU-Aussen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, sagte, innerhalb eines Monat werde die Europäische Union dort eine Überwachungsfunktion Übernehmen. Auch Waren sollen ber den Grenzpunkt nach Ägypten exportiert werden.
Von Mitte Dezember an ist auch ein Transitverkehr f¨ür Busse und Lastwagen zwischen dem Gazastreifen und dem Westjordanland vorgesehen. Zudem soll mit dem Bau eines Seehafens und Gesprächen über einen Wiederaufbau des Flughafens begonnen werden.
Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:59:03 Uhr.
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