El-Aksa-Brigaden gegen langfristige Waffenruhe


Die palästinensischen El-Aksa-Brigaden wollen nach eigenen Angaben keine langfristige Waffenruhe mit Israel eingehen. "Der Widerstand bleibt unsere Option", erklärte die radikale Organisation. "Wir sind zu einer befristeten Ruhephase bereit, wenn der (israelische) Feind seine Morde und Einmärsche beendet und (palästinensische) Gefangene freilässt."

Der bewaffnete Arm der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas schloss sich damit der Haltung der Hamas-Bewegung an, die sich am Dienstag für eine mehrmonatige "Beruhigung" anstatt für einen dauerhaften Waffenstillstand ausgesprochen hatte.

Abbas tagt seit Dienstag mit den 13 wichtigsten Palästinensergruppen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo, um sie zu einer formalen Waffenruhe mit Israel zu bewegen. Die Palästinenserorganisationen hatten bereits in den vergangenen beiden Monaten eine Waffenruhe eingehalten, während Israel sich weitere Militäreinsätze in den Palästinensergebieten vorbehalten hatte.

Militante Palästinensergruppe lehnt Gewaltverzicht

Gaza - Die bewaffneten palästinensischen Volkswiderstandskomitees haben am Freitag den einstweiligen Gewaltverzicht der wichtigsten militanten Palästinensergruppen abgelehnt. Die kleine, im Gazastreifen aktive Organisation erklärte in einem Schreiben an die Nachrichtenagentur AFP, sie lehne die am Vortag verkündete "Ruheperiode" bis Ende 2005 kategorisch ab. Zur Begründung hieß es weiter, die Volkswiderstandskomitees hätten nicht an den Beratungen der 13 Gruppen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Kairo teilgenommen und fühlten sich daher nicht an die zum Abschluss gefundene Einigung gebunden.

Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:59:00 Uhr.

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