Polizisten im südlichen Gazastreifen
Die neue palästinensische Führung hat am Freitag mit der Stationierung Hunderter palästinensischer Polizisten im mittleren und südlichen Gazastreifen begonnen. Am Donnerstag erließ sie ein Verbot, wonach Zivilisten keine Waffen mehr tragen dürfen. Gleichzeitig bezeichnete Ministerpräsident Ariel Sharon die Situation als reif für einen Durchbruch zum Frieden. Die Stationierung soll die palästinensischen Angriffe auf Israelis verhindern. Sie ist die jüngste in einer Reihe von aufgeregten Maßnahmen, die nach mehr als vier Jahren des Kampfes die Gewalt stoppen und zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche führen sollen.
Am Morgen machte sich ein langer Konvoi palästinensischer Polizisten auf den Weg in zwei der schwierigsten Regionen im Gazastreifen: die Flüchtlingslager von der Khan Younis und Rafah. Von dort aus haben palästinensische Bewaffnete Hunderte Raketen und Mörsergranaten aus israelische Ziele in Israel und im Gazastreifen geschossen. Beide Lager waren wiederholt Schauplatz der gewaltsamen Zusammenstöße zwischen palästinensischen Bewaffneten und israelischen Soldaten gewesen.
Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (Zahal) teilten am Freitag mit:
Die persönliche Sicherheit der Israelis, die entlang der Grenze zum Gazastreifen leben, ist die Voraussetzung für den bedeutsamen Dialog mit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA).
Die Terrorangriffe auf israelisch Zivilisten sind nicht nur gegen Israel ausgerichtet, sondern unterminieren auch die Legitimität der PA bei ihren Versuchen, den Dialog und Verhandlungen zu ermöglichen.
Die PA und Israel teilte das gemeinsame Interesse, die Ruhe entlang der Grenze wiederherzustellen. Während das Interesse Israels sich auf die Sicherheit seiner Bürger konzentriert, hat die PA ein großes Interesse, sich als verantwortungsvolle Führung zu erweisen, die bereit ist, die Kontrolle über die Sicherheit in ihren Gebieten zu übernehmen.
Die jüngsten Entwicklungen auf palästinensischer Seite sind ein gutes Beispiel dafür, was man einen positiven Trend nennen kann. Die Stationierung palästinensischer Sicherheitskräfte ist ein Beweis nicht nur für die Fähigkeit der palästinensischen Führung, selbst die Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen, sondern auch für ihre Bereitschaft, dies zu tun, und das ist der viel wichtigere Punkt.
Wenn palästinensische Angriffe auf Israel physisch durch palästinensische Sicherheitskräfte abgewehrt und Maßnahmen zur Entwaffnung und Auflösung der Terrororganisationen eingeleitet worden sind, wird sich diese Bereitschaft der PA als endgültig wahr erweisen haben.
Die jüngsten Treffen zwischen Vertretern von Zahal und den Palästinensern verdeutlichen die Bedeutsamkeit, dass beide Seiten zur Verbesserung der Sicherheitslage beitragen.
Der palästinensische Erfolg in der Gewinnung der Sicherheitskontrolle im Gazastreifen wird die Möglichkeit eines bilateral koordinierten israelischen Rückzugs vergrößern.
Zahal ist bereit, die PA bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen konkreten Maßnahmen zu unterstützen, wie sie es vor und während den palästinensischen Wahlen am 9. Januar getan hat. Des weiteren Zahal hat seine operativen Direktiven in der Region bereits erneuert, um die Fortsetzung des positiven palästinensischen Trends zu unterstützen. (Ha’aretz, Zahal)
© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:59:23 Uhr.
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