Die iranische Bombe rückt näher

Die atomare Gefahr für Israel nimmt zu. Dies geht aus dem Jahresbericht hervor, den der Leiter des Nachrichtendienstes „Mossad“, Meir Dagan, gestern (24.1.) dem Ausschuss für Außen- und Sicherheitspolitik der Knesset vorstellte. In dem Bericht über die Gefahrenlage Israels im Jahr 2005 bezog sich Dagan auf die Lage im Nahen Osten und auf die Entstehung anderer Bedrohungen, unter anderem solcher gegen jüdische Einrichtungen weltweit.

Iran: Der Iran stellt weiterhin die zentrale Bedrohung Israels dar. Dagan: „Ende 2005 werden die Iraner in Bezug auf die Urananreicherung den Punkt erreichen, von dem aus es kein Zurück mehr gibt, und von diesem Punkt an werden sie in der Lage sein, innerhalb weniger Jahre selbst eine Atombombe herzustellen.“ Dagan ging davon aus, dass die Worte des amerikanischen Vize-Präsidenten Dick Cheney, wonach Israel etwas gegen die atomare Bedrohung durch den Iran unternehmen und „andere danach den Dreck wegräumen lassen“ könnte, dazu bestimmt wären, die Europäer unter Druck zu setzen, um eine gemeinsame Linie mit dem amerikanischen Druck auf Teheran zu finden.

Syrien: Nach den Worten Dagans befürchtet man den Beginn eines Atomprojektes in Syrien. Der Vorsitzende der Kommission, der Knessetabgeordnete Yuval Steinitz (Likud) sagte, dass dies „sehr Besorgnis erregend“ sei, sollte sich die Information als richtig erweisen. Dagan fügte hinzu, dass Ägypten über Fähigkeiten auf nuklearem Gebiet verfüge, sich jedoch auf den zivilen Bereich konzentriere. Außerdem fügte er hinzu, dass das syrische Regime über Frieden spräche, um den Amerikanern zu gefallen. Doch im Grunde würde sich die Position des Sohnes Assad von jener des Vaters in nichts unterscheiden. Syrien unterstützt weiterhin die Hisbollah und versorgt diese mit Kampfmitteln. Die Syrer befürchten, dass eine pragmatische palästinensische Führung zu Abkommen mit Israel kommen und die Palästinenser die Syrer hinter sich lassen könnten.“

Bedrohung jüdischer Einrichtungen: In seinem Bericht bezog sich der Leiter des Mossad auch auf die Bedrohung jüdischer Interessen im Ausland und sagte, dass man in den kommenden Jahren mit einer zunehmenden Bedrohung rechne. „In etwa fünf bis zehn Jahren wird der Islamische Jihad gegen jüdische Ziele in der ganzen Welt vorgehen,“ so seine Einschätzung.

Stabilität der arabischen Regime: Nach Worten Dagans genießen die Regime in Ägypten und Jordanien eine „angemessene Stabilität“. Die Position Bashar Assads in Syrien ist stabil. Angst um die Stabilität des saudi-arabischen Regimes müsse man sich nur auf lange Sicht machen. (Yediot Aharonot)

© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

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Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:58:59 Uhr.

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