Syrische TV-Serie zeigt Selbstmordterroristen

Als Vorbilder für die palästinensische Jugend

Das syrische Fernsehen produziert zur Zeit eine Fernsehserie über das Leben und die Taten von Yichye Aiyash, einem führenden Hamas-Terroristen, der für den Tod und die Verstümmelung Hunderter israelischer Bürger verantwortlich ist. Die Serie soll während des kommenden Ramadan ausgestrahlt werden, einer Zeit, in der Spitzenwerte der Zuschauerzahlen in der arabischen und muslimischen Welt verzeichnet werden. In Damaskus endeten in diesen Tagen die Aufnahmen für die neue Fernsehserie über Yichye Aiyash („der Ingenieur“), der bei einer gezielten Terrorabwehrmaßnahme israelischer Sicherheitskräfte im Januar 1996 ums Leben kam. Der Regisseur der Serie, Basal Alhatiw, ist palästinensischer Abstammung. Die Rolle Aiyshas übernahm ein ägyptischer Schauspieler namens Samar Almitzri.

Yichye Aiyash führte den operativen Arm des Hamas im Gazastreifen und in der Westbank an und war auf den Bau von Sprengsätzen und die Entsendung von Selbstmordattentätern spezialisiert. In den Jahren 1994 bis 1996 – den Jahren der Umsetzung der Osloer Verträge – war er für eine Welle von Bombenanschlägen und den Tod Hunderter Bürger verantwortlich, die meisten aus Städten in Israel. Zurzeit agiert die Hamas-Bewegung im Umkreis der palästinensischen Jugend und ist bemüht, Yichye Aiyash zu einem Modell zur Nachahmung und Bewunderung zu machen. Der Film über sein Leben und seine Aktivitäten, der den Terrorismus praktisch, politisch und pressewirksam unterstützt, trägt zur Verherrlichung Yichye Aiyashs bei und rechtfertigt den Terror durch Selbstmordanschläge in der arabischen und muslimischen Welt im Allgemeinen und unter der palästinensischen Bevölkerung im Besonderen.

Es ist damit zu rechnen, dass die Serie im kommenden Monat Ramadan auf großes Interesse stoßen und hohe Zuschauerzahlen erzielen wird. Der Zeitpunkt der Ausstrahlung ist nicht zufällig gewählt worden. Die entsprechenden Stellen in der arabischen Welt, die die anti-israelische und anti-jüdische Hetze anstacheln, senden jedes Jahr während des Ramadan Fernsehserien, die Spitzenwerte unter den Zuschauerzahlen in der arabischen und muslimischen Welt erzielen. Es wird daran erinnert, dass das syrische Fernsehen im vergangenen Jahr für den Ramadan eine antijüdische Serie mit dem Titel „die Diaspora“ produzierte, die im Libanon im vergangenen November ausgestrahlt wurde.

Samir Atia hat jetzt in einer Reportage, deren Überschrift „der Shahid Yichye Aiyash“ lautet, dazu aufgerufen, das Andenken an Yichye Aiyash mit künstlerischen Mitteln, wie z.B. Gesang, Literatur, Fernseh- und Kinofilmen und Hörkassetten zu verewigen, um ihn zum Mythos im kollektiven palästinensischen Gedächtnis werden zu lassen. Es heißt, dass einer der beliebtesten und begehrtesten Söhne der Nation die Welt verlassen habe, einer, der die operative Kette von Selbstmordattentaten geschaffen hat. Der Verfasser ruft dazu auf, weiter den Weg zu beschreiten, den der Shahid Yichye Aiyash und viele andere Shehidim geebnet haben. Der Artikel erinnert auch an Filme, die bisher über Yichye Aiyash gedreht wurden, darunter der Film „der Falke der Regimenter“.

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