Fatah-Führung schuld an Gewalt

Bildquelle: IDF

Für die zunehmende Gewalt in den Palästinensischen Autonomiegebieten ist die Führung der Fatah-Partei von PLO-Chef Jasser Arafat verantwortlich. Diese Ansicht vertrat der hochrangige Führer der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, Abu Mudschahid, am Montag im Gespräch mit der israelischen Zeitung "Jediot Aharonot".

Abu Mudschahid, der die Fatah-Untergruppe in der Gegend der Autonomiestadt Nablus in Samaria anführt, kritisierte die Entführungen und Angriffe der vergangenen Tage: "Wir sind dagegen, dass Gewalt angewandt wird, um Reformen zu fordern. Wir sind gegen die Korruption und für die Reformen, aber gegen die Vorfälle, die sich in den vergangenen Tagen zugetragen haben. Wir sind dagegen, dass Menschen, Besitz oder Hauptquartiere angegriffen werden. Wir sind für Reformen, die den Widerstand und die Würde des Widerstandes und seiner Anhänger bewahren."

Um seine Worte zu untermauern, wies Abu Mudschahid darauf hin, dass die Brigaden diejenigen seien, "die hinter der Befreiung der ausländischen Aktivisten standen, die in Nablus entführt worden waren. Sie arbeiten darauf hin, dass die Verantwortlichen für den Zwischenfall vor Gericht gestellt werden. Es darf auf keinen Fall vorkommen, dass die Aktivisten verletzt werden, die doch Botschafter der palästinensischen Sache in der Welt sind und hierher kommen, um uns zu helfen. Auch hat die Organisation das Verbrennen der Hauptquartiere und des öffentlichen Eigentums in Dschenin, Gaza sowie an anderen Orten verurteilt."

Diese Auffassung werde allerdings nicht von allen Mitgliedern der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden geteilt, so Abu Mudschahid: "Wir verhehlen nicht, dass es unter den Aktivisten der Organisation einige gibt, die mit der Finanzierung und Ermutigung durch interessante Vertreter handeln. Das fängt bei hochrangigen Palästinensern an, die solche Aktionen finanzieren, um die Lage aufzuheizen, und es endet bei Aktivisten, die finanzielle Unterstützung von der Hisbolla und aus dem Iran bekommen. Beide Gruppen handeln für ihre persönlichen Interessen und die ihrer Auftraggeber - diese Interessen widersprechen dem Wohl des palästinensischen Volkes. Aber die Brigaden, die echten Aktivisten, sind ein Teil der Fatah-Bewegung und nicht eine Gruppe Bewaffneter, die aus diesem oder jenem Beweggrund handelt."

Die Brigaden würden deshalb "alles tun, um die Führung in jeder politischen Entscheidung zu unterstützen, die mit den Interessen des palästinensischen Volkes übereinstimmt. Aber wenn das nicht geschieht, liegt die ganze Schuld bei der Führung der Fatah-Bewegung und der Organisation. Diese bewirken mit ihrer Politik der Ignoranz und mit der Politik, eine Gruppe gegenüber der anderen zu bevorzugen, dass die Aktivisten in der Organisation dem Einfluss des Geldes der Hisbolla und hochrangiger Vertreter in der Autonomiebehörde ausgesetzt sind. Die Fatah-Führung muss sich um die Aktivisten der Brigaden kümmern, um ihren Lebensunterhalt, und sie in die Sicherheitsapparate integrieren, wenn irgendeine zukünftige Regelung Erfolg haben soll."

Das Problem ist nach Ansicht von Abu Mudschahid, "dass die Israelis uns bekämpfen und unsere Führung uns den Rücken zukehrt. Sie erinnern sich nur an uns, wenn sie uns brauchen, wenn das Gerede über eine Feuerpause anfängt."

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