Tunneleinsturz im Gazastreifen

Fünf Palästinenser durch Tunneleinsturz getötet

Bei einem Tunneleinsturz im südlichen Gazastreifen sind am Freitagmorgen sechs Palästinenser unter den Trümmern begraben worden. Die israelische Armee genehmigte palästinensischen Rettungskräften den Zutritt zu dem Gebiet in Al-Salam in Rafah. Nach palästinensischen Angaben wurden bisher fünf Tote geborgen. Bereits vor einem Monat war ein palästinensischer Tunnel in der Stadt eingestürzt. Israelische Soldaten hatten die Verschütteten gerettet und zum Verhör nach Israel gebracht. Die Tunnel dienen palästinensischen Extremisten zum Waffen- und Sprengstoffschmuggel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten.

Im Rahmen eines großangelegten Militäreinsatzes im südlichen Gazastreifen sind in der Nacht mehrere Panzer nach Khan Younis vorgerückt. Ziel des Einsatzes ist es, das Abfeuern von Mörsergranaten auf israelische Siedlungen in Gush Qatif zu beenden. Am Morgen erschossen israelische Soldaten in Khan Younis einen palästinensischen Terroristen, der in der Nähe der Soldaten einen Sprengsatz platziert hatte. Nach Angaben der Armee wurden bislang sechs Terroristen bei der Operation im Flüchtlingslager getötet.

Während des Einsatzes feuerten Palästinenser zwei Qassam-Raketen auf die israelische Stadt Sderot. Die Splitter einer der beiden Raketen trafen ein Auto, das auf der Landstraße 34 in der Nähe der südlichen Zufahrt in die Stadt fuhr. Die Fahrerin wurde nicht verletzt. Das Auto wurde beschädigt. Die andere Rakete landete auf offenem Feld in der Nähe der Kreuzung Nir-Am.

Sicherheitsstellen sagten, dass die Operation derzeit ohne zeitliche Begrenzung weitergeführt werde. Die Operation ist die erste dieser Art seit Monaten, doch ist nicht auszuschließen, dass sie schneller beendet wird als erwartet und sich nicht über mehrere Tage hinausziehen wird.

Militärstellen erklärten, dass es sich um einen komplexe Einsatz mit zahlreichen Reibungspunkten handle. Ziel ist, die zunehmenden Angriffe auf die Siedlungen in Gush Qatif zu beenden. Die Stellen verwiesen auf den Einsatz gegen die Angriffe mit Qassam-Raketen auf Sderot im Norden des Gazastreifens vor mehreren Wochen und sagten: „Man kann die Bedrohung mit einem einzigen Vorstoß auf palästinensisches Gebiet nicht gänzlich stoppen, aber wir wollen der anderen Seite wirklich auf deutliche Art und Weise zeigen, dass wir diesen pausenlosen Beschuss nicht dulden werden“.

Am Donnerstag schossen Palästinenser drei Mörsergranaten aus Tel Sultan in Rafah ab. Die Splitter schlugen in der Nähe des Armeepostens neben der Siedlung Atzmona ein. Sechs Soldaten der Panzereinheit wurden leicht verletzt.

In der vergangenen Woche beschossen Palästinenser Gush Qatif mit 52 Mörserraketen. Außerdem schossen sie vier Qassam-Rakten ab. Zusätzlich wurden Dutzende von Überfällen mit Schusswaffen registriert. Zum Teil landeten die Mörsergranaten auf palästinensischem Gebiet. Am vergangenen Freitag wurden zwei israelische Zivilisten schwer verletzt, als eine Salve von palästinensischen Mörsergranaten auf Newe Dekalim abgefeuert wurde. Am Dienstag wurde eine thailändische Arbeiterin getötet, als eine palästinensische Mörsergranate in der Nähe ihrer Wohnung neben den Gewächshäusern in Ganei Tal einschlug. (ynet)

Hintergrund: Die Waffenschmugglertunnel von Rafah, Gaza:
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=52647&MissionID=88

Mit freundlicher Unterstützung

© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

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