arabisch/ moslemische Einstellungen
von Mitchell G. Bard Die Sehnsucht, dass es endlich Frieden zwischen Juden
und Arabern geben möge, verleitet die Menschen manchmal dazu, die
Äußerungen arabischer Politiker und Medien zu überhören,
die oft hetzerisch und nicht selten unverhüllt antisemitisch sind.
Vor einem westlichen Publikum befleißigen sich die Politiker häufig
einer gemäßigten Ausdrucksweise, doch wenn sie in arabischer
Sprache zu ihrer Wählerschaft sprechen, geben sie ihren Überzeugungen
unzensiert und in drastischen Bildern Ausdruck. Das Folgende ist eine
Sammlung von Äußerungen über Israel und die Juden, die
über einen gewissen Zeitraum zusammengetragen wurde. Sie wurde
in dieses Buch aufgenommen, weil sie dem Leser einen Eindruck davon
gibt, wie tief die Feindschaft und wie hasserfüllt die wirkliche
Einstellung vieler Araber und Muslime gegenüber Israel ist. Natürlich
würden keineswegs alle Araber und Muslime diese Aussagen gutheißen,
aber die Zitate sind dennoch nicht willkürlich gewählt, sondern
vermitteln ein durchaus repräsentatives Bild der Haltung politischer
Entscheidungsträger, das auch von den Medien verbreitet wird. Aus
dem Holocaust haben wir gelernt, dass wohlmeinende, vernünftige
Leute oft nicht glauben wollen, dass Menschen, die mit Bösem drohen,
ihre schlimmen Absichten auch wirklich in die Tat umsetzen - auch das
ist ein Grund, weshalb diese Zitate in das vorliegende Buch mit aufgenommen
wurden. Stichworte: Antisemitismus Antisemitismus "Nicht umsonst warnt uns der Koran vor dem Hass der Juden und nennt sie an erster Stelle unter den Feinden des Islam. Heute hetzen die Juden die ganze Welt gegen die Muslime auf und setzen alle Arten von Waffen gegen sie ein. Sie plündern die heiligste Stätte der Muslime nach Mekka und Medina und bedrohen die Stätte, der sich die Muslime im Gebet als Erstes zuwendeten, die drittheiligste Stadt nach Mekka und Medina. Sie wollen dort ihren Tempel errichten ... Die Muslime sind bereit, Blut und Leben zu opfern, um den islamischen Charakter von Jerusalem und Al-Aksa-zu schützen!" Sheikh Hian Al-Adrisi, Dr. Ahmad Abu Halabiya, Mitglied des von der palästinensischen
Autonomiebehörde ernannten "Fatwa-Rates" und ehemaliger
Direktor der islamischen Universität in Gaza; Ansprache in der
Zayd-bin-Sultan-Nahyan-Moschee in Gaza am 13. Oktober 2000, "Dank sei Hitler, sein Andenken sei gesegnet,
der im Voraus Rache für die an den Palästinensern begangenen
schändlichen Verbrechen genommen hat, die zum Himmel stinken. Unser
einziger Vorwurf gegen ihn lautet, dass seine Rache an diesen Leuten
nicht ausreichte." "Alle Waffen müssen auf die Juden gerichtet
sein, die Feinde Allahs ... die der Koran als Affen und Schweine bezeichnet,
Anbeter des Kalbs und Götzendiener. Allah wird den Muslimen die
Herrschaft über die Juden schenken, wir werden sie in Hadera, in
Tel Aviv und in Netanya in die Luft jagen, als Werkzeuge der Gerechtigkeit
Allahs gegen diesen Abschaum ... wir werden als Eroberer in Jerusalem,
Jaffa, Haifa und in Ashkelon einziehen ... gesegnet seien alle, die
ihre Kinder zum jihad und zum Märtyrertod erziehen, gesegnet sei,
wer einem Juden eine Kugel in den Kopf jagt." Blutklage Marouf al-Dawalibi auf der Konferenz der UN-Menschenrechtskommission über religiöse Toleranz, 5. Dezember 1984
Erfundene Geschichten "Unser Volk war tagtäglich dem Einsatz von
Giftgas durch die israelischen Streitkräfte ausgesetzt, was zu
einer Zunahme der Krebserkrankungen bei Frauen und Kindern geführt
hat." "Israelische Ärzte missbrauchen palästinensische
Patienten ... für medizinische Experimente und für die Ausbildung
der jungen Ärzte." Leugnung des Holocaust "... Es tauchten Lügen auf über Morde an Juden und über den Holocaust. Das waren selbstverständlich alles Lügen, nichts als haltlose Behauptungen. Es gab überhaupt kein Chelmno, kein Dachau, kein Auschwitz! An diesen Orten standen lediglich Desinfektionsanlagen ... Sie fingen an, in ihren Propagandaschriften über Verfolgungen, Ermordungen, Ausrottung zu berichten ... Komitees nahmen ihre Arbeit auf, um dieses Gebilde [den israelischen Staat] zu gründen, dieses fremde Gebilde, das wie ein Krebsgeschwür in unser Land hineingesetzt wurde, in das Land, in dem unsere Väter lebten, in dem wir leben und in dem nach uns unsere Kinder leben werden. Sie haben sich stets als Opfer hingestellt, ja sie haben sogar ein Zentrum für das Heldentum im Gedenken an den Holocaust gegründet. Wessen Heldentum? Wessen Holocaust? Das Heldentum ist das Heldentum unseres Volkes, und der Holocaust ist der Holocaust an unserem Volk ... Wir waren die Opfer, aber wir werden nicht für immer Opfer bleiben ..." [Die Hervorhebungen stammen vom Autor.] Dr. Issam Sissalem, Historiker, "Wieder kommt das Thema Holocaust aufs Tapet. Dieses Thema hat sich über ein halbes Jahrhundert gehalten, weil die zionistische Propaganda politische und wirtschaftliche Vorteile aus ihm zog und es für ihre Besatzungs- und Siedlungsbestrebungen ausgeschlachtet hat ..." "Ein kürzlich erschienenes Werk eines amerikanischen
Forschers behandelt den Holocaust. Der Verfasser weist mittels wissenschaftlicher
und chemischer Methoden nach, dass die Zahl von sechs Millionen Juden,
die angeblich in Auschwitz verbrannt wurden, eine propagandistische
Lüge ist. Selbst in den größten Öfen im Lager hätte
nicht einmal ein einziges Prozent dieser Menge verbrannt werden können." Frieden "Solange die Palästinafrage nicht gelöst
ist, werden wir Schwierigkeiten haben, die Juden in der arabischen Welt
zu schützen." "Die arabische Welt ist zu keinem Kompromiss
bereit. Ihr Vorschlag, Mr. Horowitz, mag durchaus vernünftig und
logisch sein, doch über das Geschick von Völkern entscheiden
nicht Vernunft und Logik. Völker machen keine Zugeständnisse;
sie kämpfen. Mit friedlichen Mitteln oder Kompromissen erreicht
man gar nichts. Wenn man etwas erreicht, dann durch Waffengewalt. Wir
werden versuchen, euch zu schlagen. Ich bin nicht sicher, ob es uns
gelingen wird, aber wir werden es versuchen. Es ist uns gelungen, die
Kreuzfahrer zurückzuschlagen - andererseits haben wir Spanien und
Persien verloren. Vielleicht werden wir auch Palästina verlieren.
Doch es ist in jedem Fall zu spät, um noch von friedlichen Lösungen
zu sprechen." "Alle unsere Bemühungen um eine friedliche
Lösung der Palästinafrage sind gescheitert. Uns bleibt nur
noch der Krieg. Ich werde das Vergnügen und die Ehre haben, Palästina
zu retten." "Der Vertreter der Jewish Agency sagte uns gestern,
dass nicht sie die Angreifer wären, sondern dass die Araber die
Kampfhandlungen aufgenommen hätten. Wir stritten das nicht ab.
Wir erklärten vor der ganzen Welt, dass wir kämpfen werden." "Dies wird ein Ausrottungskrieg und ein gewaltiges
Massaker, über das man einmal im selben Atemzug mit den mongolischen
Massakern und den Kreuzzügen sprechen wird." "Ich kämpfe nicht nur gegen Israel. Meine
Aufgabe ist es, die arabische Welt vor der Vernichtung zu bewahren,
die ihr durch das Intrigenspiel Israels droht, dessen eigentliche Wurzeln
im Ausland liegen. Unser Hass ist stark. Es ist sinnlos, über einen
Frieden mit Israel zu reden. Es besteht nicht die geringste Chance für
Verhandlungen." "Unsere Streitkräfte sind absolut gerüstet,
nicht nur die Aggression zurückzuschlagen, sondern auch einen Befreiungsschlag
zu starten und die zionistische Präsenz aus unserer arabischen
Heimat hinauszusprengen. Die syrische Armee, den Finger am Abzug, ist
einig ... als Militär bin ich der festen Überzeugung, dass
die Zeit gekommen ist, in eine Vernichtungsschlacht hineinzugehen." "In diesem Stadium hat jegliche arabische Politik
nur zwei Ziele. Das erste ist die Auslöschung aller Spuren der
Aggression von 1967 durch den Rückzug Israels aus sämtlichen
besetzten Gebieten. Das zweite Ziel ist die Auslöschung aller Spuren
der Aggression von 1948 durch die Auslöschung des Staates Israel
selbst. Dieses zweite ist jedoch vorläufig noch ein abstraktes
Ziel, auch wenn manche von uns dem Irrtum verfallen sind, den letzteren
Schritt vor dem ersten tun zu wollen." "Die arabischen Armeen marschierten in Palästina
ein, um die Palästinenser vor der Tyrannei der Zionisten zu beschützen,
doch dann ließen sie sie im Stich, zwangen sie, ihre Heimat zu
verlassen, und steckten sie in Gefangenenlager, die den Gettos glichen,
in denen einst die Juden lebten." "Unser Held Saddam, greif Israel mit chemischen
Waffen an." "Wir wollen zusammenarbeiten bis zum Sieg und
zur Befreiung Jerusalems." "Wir werden keinen Zentimeter Boden in Palästina
aufgeben, von Haifa, Jaffa und Akko, von Mulabbas [Petah Tikvah] und
Salamah, von Majdal [Ashkelon] und dem ganzen Land, von Gaza und der
Westbank ..." "Wir werden die Söhne unseres Volkes nicht
ins Gefängnis werfen, nur um Israel zufrieden zu stellen. Unser
Volk darf gewiss sein, dass dies nicht geschieht." "Nach dem Willen Allahs wird dieser ungerechte
Staat ... Israel ausradiert werden; wird dieser ungerechte Staat, Amerika,
ausradiert werden; wird dieser ungerechte Staat, England, ausradiert
werden ... Gesegnet, wer jihad für Allah führt ... Gesegnet,
wer sich oder seinem Sohn einen Sprengstoffgürtel umschnallt und
sich mitten unter die Juden wirft ..." "Wir haben von Anfang an gesagt, dass es für
die Siedler keinen Waffenstillstand geben wird." "Unser Volk hat die Hoffnung, dass die Existenz
der Besatzungsmacht ein Ende haben wird, ganz gleich, wie groß
ihre Macht und ihr Hochmut ist ..." "Als wir 1965 zur Waffe griffen und die moderne
palästinensische Revolution begann, hatte sie ein ganz bestimmtes
Ziel. An diesem Ziel hat sich nichts geändert: Es ist die Befreiung
Palästinas." "Ich möchte klarstellen, dass dies unser
Palästina ist, von Metulla [der nördlichsten Stadt Israels]
bis Rafia [an der südlichen Grenze] und Akaba [dem südlichsten
Punkt Israels], vom Fluss [dem Jordan] bis zum Meer [dem Mittelmeer];
ob sie es nun wollen oder nicht." "Auch wenn wir uns einverstanden erklären,
ein Gebiet als unseren Staat anzusehen, das 22 Prozent der Fläche
Palästinas - die Westbank und den Gazastreifen - umfasst, so bleibt
doch die Befreiung des gesamten historischen Palästina vom Fluss
bis zum Meer unser Endziel ... Wir unterscheiden zwischen langfristigen
strategischen Zielen und stufenweisen politischen Zielen, die wir auf
Grund des internationalen Drucks vorübergehend akzeptieren müssen." "Wir haben beschlossen, unsere Heimat Schritt
für Schritt zu befreien ... so sieht unsere Strategie aus ... wir
sagen: Soll Israel doch weitermachen - kein Problem. Wir halten
uns an die Friedens- und Gewaltverzichtsverträge, solange die Vereinbarungen
schrittweise erfüllt werden. [Doch] sobald Israel sagt: Halt,
will heißen wir diskutieren nicht über Jerusalem, wir
nehmen keine Flüchtlinge auf, wir räumen die Siedlungen nicht,
wir ziehen uns nicht hinter die Grenzen zurück, verstehen
wir das dahingehend, dass der Staat zur Gewalt zurückkehren will.
Doch dieses Mal wird er es mit 3000 bewaffneten palästinensischen
Soldaten in einem Land zu tun haben, das einen Vorgeschmack der Freiheit
gekostet hat. Ich bin der Erste, der dann nach Gewalt ruft. Wenn wir
in eine Sackgasse geraten, nehmen wir unseren Krieg wieder auf und kämpfen
weiter, wie wir es 40 Jahre lang getan haben." "Die Gewalt lauert hinter jeder Ecke, und die
Palästinenser sind bereit, 5000 Menschenleben zu opfern." "Die Intifada wird weitergehen, bis wir unsere
nationalen Ziele erreicht haben." "Die Intifada ist eine Volkserhebung, an der
alle Bevölkerungsgruppen teilnehmen, um die international anerkannten,
legitimen Rechte des palästinensischen Volkes durchzusetzen ...
Dies ist das Ziel der Intifada ... Gewalt, Kampf und Märtyrertod
sind die Mittel... mit denen ein Volk seine Rechte einklagt." "Die Intifada soll fortgesetzt und verstärkt
werden." "Das palästinensische Volk befindet sich
nach dem Scheitern des Camp-David-Gipfels im Alarmzustand. Wenn die
Situation eskaliert, ist das palästinensische Volk in den palästinensischen
Autonomiegebieten bereit zur nächsten erbitterten Schlacht gegen
die israelische Besatzung ... Die nächste Intifada wird gewaltsamer
sein als die erste, vor allem, weil das palästinensische Volk jetzt
im Besitz von Waffen ist und sich im Falle einer Konfrontation mit der
israelischen Armee wehren kann ... Die libanesische Erfahrung - die
Vertreibung der israelischen Besatzungsmacht aus dem Südlibanon
- hat dem palästinensischen Volk die nötige moralische Kraft
gegeben und seinen Kampfgeist gestärkt." "Die Jerusalemfrage, das Flüchtlingsproblem
und die Frage der Unabhängigkeit bilden eine Einheit und werden
vor Ort und nicht am Verhandlungstisch gelöst. Im Augenblick ist
es vor allem nötig, die palästinensische Gemeinschaft auf
die Herausforderungen vorzubereiten, die auf sie zukommen, denn wir
steuern unaufhaltsam auf eine gewaltsame Konfrontation mit Israel zu,
um neue Tatsachen vor Ort zu schaffen ... Ich glaube, dass die Situation
in Zukunft noch stärker von Gewalt geprägt sein wird als während
der Intifada." "Wir lehren die Kinder, dass Selbstmordattentate
die Israelis in Angst und Schrecken versetzen und dass sie erlaubt sind
... Wir lehren sie, dass Selbstmordattentäter nach dem Tod sofort
ins höchste Paradies gelangen." "Ich kann versprechen, dass die Zahl der Schusswechsel
mit den Besetzern von 500 auf 1000 Zwischenfälle am Tag ansteigen
wird ... die Palästinenser sind im Rahmen der Vorbereitungen auf
einen israelischen Angriff in den palästinensischen Gebieten dafür
ausgebildet worden, israelische Panzer anzugreifen und sich mit Sprengstoffgürteln
in die Luft zu sprengen ... Die gegenwärtige Intifada unterscheidet
sich von der vorhergehenden, denn sie ist bewaffnet, und die Palästinenser
kämpfen auf ihrem eigenen Gebiet und von seinem Boden aus." |
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