11.08.2004

PALÄSTINENSISCHE OLYMPIAMANNSCHAFT GEGEN TERROR

Der Leiter des palästinensischen Olympiateams, Marwan Abdel Hamid, hat sich gegen Terror ausgesprochen. Wer während der Olympischen Spiele im Namen der Palästinenser einen Anschlag verübe, schade dem palästinensischen Volk, sagte er am Dienstag in Athen.
"Wir erklären hiermit unseren entschiedenen Widerstand gegen jede Aktion, die gegen die Olympischen Spiele gerichtet ist", so Hamid. "Jegliche derartige Aktion, die durch jemanden ausgeführt wird, der unseren Namen verwendet, wird vom ganzen palästinensischen Volk für eine Aktion gegen Palästina selbst gehalten werden."
Am Montag hatte der Vorsitzende des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, in einer Rede an die Opfer des palästinensischen Terrorattentats während der Olympischen Spiele 1972 in München erinnert. Dabei waren elf israelische Athleten ermordet worden. Nach Rogges Angaben steht das Thema Sicherheit für die Sportler seitdem bei den Organisatoren an erster Stelle.
Wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" berichtet, teilte das IOC unterdessen mit, dass die Speerwerferin Sophia Sakorafa nicht für das palästinensische Team in Athen antreten darf. Die gebürtige Griechin hatte am Anfang des Jahres PLO-Chef Jasser Arafat in seinem Hauptquartier in Ramalla besucht und einen palästinensischen Ausweis erhalten. Im Jahr 1980 war sie bei den Olympischen Spielen in Moskau für Griechenland gestartet. Zwei Jahre später stellte sie einen Weltrekord auf, den sie jedoch nach kurzer Zeit wieder verlor.

Vered Borochovski: Das Finale realistisch

„In das 100 Meter Schmetterling Finale zu kommen ist kein Traum, sondern etwas Erreichbares. Ich habe hart gearbeitet, um hierher zu kommen, und um diesen Traum zu verwirklichen“, sagt Vered Borochovski, in einer persönlichen Kolumne in ynet.

Wer das olympische Dorf nicht besucht hat, weiß nicht, was für eine stressige Atmosphäre hier vorherrscht. Von außen sieht alles ganz hübsch aus, aber innen fühlt man die Anspannung und den Druck, besonders derer, die kurz vor dem Beginn ihres Wettkampes stehen. Ich bleibe hier nicht gern für längere Zeit. Die Tatsache, dass es meine zweite Olympiade ist, verringert jedoch meine Aufregung. Während der letzten Olympischen Spiele in Australien konnte ich wichtige Erfahrungen über das sehr hohe und anspruchsvolle Niveau der Olympiade sammeln, was einen zentralen Faktor für den Erfolg ausmacht. Außerdem rege ich mich weniger über Sportler auf, die "noch ganz grün hinter den Ohren sind", und für die dieses Ereignis das erste Mal ist.

Meine unmittelbaren Wettkampfvorbereitungen, bevor ich das Schwimmbad betrete, sind hauptsächlich psychologischer Natur. Ich versuche, meine Konzentration zu behalten und nicht an die Möglichkeit des Versagens oder andere pessimistische Szenarien zu denken. Unter dem Wasser denke ich an gar nichts. Manche tendieren zu der Annahme, dass ich nicht ehrgeizig genug bin und nicht gewinnen will, weil ich manchmal gleichgültig zu sein scheine. Aber das ist Unsinn. Hätte ich nicht das absolute Verlangen, zu gewinnen, würde ich nie olympisches Niveau erreichen und wäre auch nicht bis zum 50 Meter Schmetterling Finale bei der Weltmeisterschaft in Barcelona gekommen.

Vielleicht neigen manche dazu, meine innere Ruhe als Gleichgültigkeit auszulegen. Ich denke, dass ich auch verletzt bin, weil mich in Israel trotz meiner Leistungen nur wenige Leute kennen. Es hätte mir nicht geschadet, wenn ich während des olympischen Jahres mehr Aufmerksamkeit bekommen hätte, aber wie gesagt, es ist nicht ausgeschlossen, dass es meine Schuld ist. Andere Eigenschaften, die ich habe und mir helfen, sind Hartnäckigkeit und der Drang nach Perfektionismus. Halbe Sachen sind etwas, was ich hasse. So etwas gibt es bei mir nicht. Wenn ich die Möglichkeit hätte, eine Eigenschaft eines anderen Schwimmers auf mich zu übertragen, dann würde ich Micki Halikas riesige Motivation nehmen.

Um das Finale in meiner starken Disziplin zu erreichen, muss ich topfit sein. Ich habe hart gearbeitet in den letzten anderthalb Jahren, um diese Gelegenheit nicht zu verpassen. Während der langen Vorbereitungszeit gab es viele Momente des Rückschlags und verzweifelter Gedanken. Man darf nicht vergessen, dass ich neun Mal die Woche im Schwimmbad trainiere und dazu einmal in der Woche ins Fitness Studio gehe. Die ganze Zeit hatte ich strebsam mein Ziel vor Augen. Das Finale in Athen ist kein Traum für mich. Es ist ein realistisches Ziel, und ich habe vor, es zu erreichen.

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