Hamas-Delegation in Moskau ein "Fehler"
Ehud Olmert
Der amtierende israelische Regierungschef Ehud Olmert hat den Besuch einer Delegation der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas in Russland als "Fehler" bezeichnet. In einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte Olmert laut seinem Büro am Sonntag, die Kontakte der russischen Regierung mit der Hamas würden diese nur ermutigen, sich nicht wie von der internationalen Gemeinschaft verlangt zu ändern. Vor dem Besuch in Moskau hätte die Hamas die drei Forderungen des Nahost-Quartetts erfüllen müssen, zu dem auch Russland gehört: das Existenzrecht Israels anerkennen, der Gewalt abschwören und die von der Vorgängerregierung eingegangenen Abkommen mit Israel einhalten.
Siedlungen im Westjordanland
Die Kadima-Partei des amtierenden israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert hat sich für die Auflösung einiger jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland ausgesprochen. Der Kadima-Spitzenpolitiker Avi Dichter sagte der Zeitung "Jediot Ahronot" vom Sonntag, die betreffenden Gebiete um die zur Auflösung vorgeschlagenen Siedlungen blieben unter Israels militärischer Kontrolle. Dies gelte, solange es auf der palästinensischen Seite keinen "gegen den Terrorismus kämpfenden Partner" gebe, fügte der frühere Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Beth in Anspielung auf den Sieg der radikalislamischen Hamas bei der Parlamentswahl im Januar hinzu.
Katzav spielt Vorfall in Nazareth herunter
Der israelische Präsident Mosche Katzav hat die Störung eines Gottesdienstes in der Verkündigungsbasilika in Nazareth durch explodierende Knallkörper heruntergespielt. Der Vorfall sei eine "schwerwiegende und gefährliche Provoakation"; es handele sich aber um eine "isolierte Tat" ohne Zusammanhang mit dem Staat, sagte Katzav am Sonntag im israelischen Hörfunk. Israel schütze alle heiligen Stätten, jüdische, christliche und islamische.
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