Lufthansa „landet“ im Hula-Tal

Neues Kranich-Schutzprojekt verbindet

Israel, Deutschland und Äthiopien

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa, die einen Kranich im Logo hat, „landete“ am Montag mit führenden deutschen Vogelforschern im Hula-Tal in Nordisrael, um Tausende dort überwinternder Kraniche zu beobachten. Das Treffen von Lufthansa-Funktionären und deutschen Orni-thologen mit israelischen Vogelforschern soll der Entwicklung eines Gemeinschaftsprojekts zum Schutz von Kranichen in Israel, Deutschland und Äthiopien dienen. Kraniche durchziehen zweimal jährlich das Hula-Tal, das an der wichtigsten Zugvogelroute der Welt liegt.

Mehr als 500 Millionen Vögel überqueren jedes Frühjahr Israel und die anderen Länder des Nahen Ostens auf dem Weg in ihre Brutgebiete in Europa und im westlichen Asien. Zwischen den obergaliläischen Bergland und den Golanhöhen gelegen, stellt das Hula-Tal eine bedeutende ökologische Brücke für die Vogelwanderung dar.

Die israelische Naturschutzgesellschaft SPNI nahm die Lufthansa-Delegation in Empfang, die bereits 100 000 Euro in Satellitensender und Forschungsprojekte der SPNI investiert hat.Die deutsche Delegation zeigte sich laut Jerusalem Post vom Fortschritt der Projekte sehr beeindruckt und versprach weitere Unterstützung für ein neues Projekt, das Konflikte zwischen Kranichen und Bauern in Äthiopien lösen soll. Als Vorbild wird dabei das israelische Kranich-Projekt dienen.

Israelis und Deutsche werden den äthiopischen Verantwortlichen bei der Durchführung und Leitung des Projektes zur Seite stehen, das Wissenschaftler, Schulkinder und Bauern aus Deutschland, Israel und Äthiopien vernetzen wird. Vogelstudien am Computer und in der Natur selbst sind ein wichtiger Bestandteil des neuen Konzepts, das ca. 250 000 Touristen ins Hula-Tal bringen wird.

Deutschland und Israel wollen mehr Flüge

Die Leiter der Luftfahrtdirektionen Israels und Deutschlands werden in Kürze die Gespräche über den Ausbau des Luftfahrtsabkommens zwischen den beiden Staaten wiederaufnehmen. Dies soll im Anschluss an die Vereinbarungen über die Öffnung des Luftraums für den Wettbewerb geschehen, die in Gesprächen vorgestern Nacht getroffen worden waren.

Die kommenden Gespräche werden noch vor dem Höhepunkt der Reisesaison in den Monaten Juli und August in Israel stattfinden. Dabei soll über die Vergrößerung der wöchentlichen Flugzahlen, die zwischen den beiden Staaten erlaubt ist, verhandelt werden. In Folge der Gespräche, die in Deutschland stattfanden, haben die Seiten vereinbart, vorerst die Anzahl von 18 wöchentlichen Flügen beizubehalten. In diesem Rahmen soll eine weitere deutsche Fluggesellschaft, die Hapag-Lloyd, zu den regulären Fluglinien, die zwischen Deutschland und Israel verkehren, hinzukommen.

Die zahlenmäßige Aufstockung der wöchentlichen Flüge wird den Einstieg weiterer Fluggesellschaften in den Wettbewerb ermöglichen. Die deutsche Lufthansa hat bisher zugesagt, ihr Platzangebot auf der Linie Tel Aviv - Frankfurt um 17% ab dem kommenden Frühjahrsflugplan zu vergrößern. Außerdem wurde beschlossen, der deutschen Fluggesellschaft Hapag-Lloyd für die Flüge von München und Düsseldorf nach Israel zum ersten Mal den Status einer regulären Fluggesellschaft zu geben.

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