Eukalyptus ist wieder im Kommen

Eukalyptus ist wieder im Kommen. Diesmal aus wirtschaftlichem Interesse:

Über Jahre hinweg war der Eukalyptusbaum eines der Symbole für die jüdische Aufforstung Israels, sowie des Ringens um die Trockenlegung der Sümpfe. Doch mit der Zeit verlor er seine Stellung. In manchen Gebieten wurde er sogar gefällt, da man ihn als einfallende Spezies betrachtete, die die einheimischen Arten verdrängt. Seit einiger Zeit jedoch kann sich der Baum wachsender Beliebtheit erfreuen, da er in der Wirtschaft und im Umweltschutz von großem Nutzen ist.

Bienenzüchter im Hefer-Tal zum Beispiel teilten mit, dass sie für das jüdische Neujahrsfest der Bäume (Tu Bishvat) in Zusammenarbeit mit dem KKL und dem „Honig-Rat“ ca. 20.000 Eukalyptusbäume im ganzen Tal und auf der Menashe-Höhe pflanzen werden. Nach ihren Worten wird diese Bepflanzung helfen, die Bäume der Obstgärten zu ersetzen, die den Bienen in der Vergangenheit viel Nektar geliefert hatten, doch in den letzten Jahren gefällt wurden. Die Blüten der Eukalyptusbäume werden große Mengen Nektar zur Verfügung stellen und damit die Arbeit der Bienenzüchter schützen.

Doch die Rückkehr des Eukalyptus in die israelische Landschaft zeigt sich auch auf einer anderen Ebene, nämlich in der Entwicklung der Forstwirtschaft. Hier werden verschiedene Arten des Eukalyptus genutzt. Die Firma „Eukalyptup“, die in der Nähe des Industriegebiets von Petah Tikva angesiedelt ist, pflanzt Wälder, die der Möbelindustrie Holz liefert sowie Nektar und Öle gewinnt, die für die Pharmaindustrie benötigt werden. Gleichzeitig werden die Bäume verschiedene Umweltaufgaben erfüllen und helfen, den landwirtschaftlichen Boden zu erhalten.

Nach den Worten des Direktors von „Eukalyptup“, Moti Pinhasov, haben die Eukalyptusbäume einige Vorteile für die Umwelt. Sie besitzen zum Beispiel die Fähigkeit, als eine Art „biologischer Filter“ zu dienen, indem sie Schmutzpartikel aufzusaugen und Kohlendioxid effektiv auffangen, das für den Treibhauseffekt verantwortlich ist.

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