Armee wird Präventivtötungen fortsetzen
Die israelische Armee wird die Strategie der gezielten Terrorabwehr-Maßnahmen gegen die palästinensischen Terrororganisationen fortführen, da dies das "effektivste und beste Mittel ist, um die Leiter der Terrororganisationen zu treffen". Dies teilte gestern Generalstabschef Dan Halutz dem parlamentarischen Ausschuss für Außen- und Sicherheitspolitik der Knesset mit.
Nach Aussage des Generalstabschefs sei man sich darüber bewusst, dass die Palästinenser über die Tötungen besorgt sind, da es in jedem Verhandlungsgespräch ihre erste Bitte sei, dass die israelische Armee die Tötungen einstelle. Ein leitender Offizier der israelischen Armee teilte mit, dass die Armee seit Anfang 2004 bis heute 37 Präventivtötungen vornahm. Davon seien acht gescheitert.
Ministerpräsident Ariel Sharon betonte, dass der Druck auf die Terrororganisationen weitergehen muss. Nach seinen Worten sei es diesen Aktionen zu verdanken, dass der Terror nicht zunimmt.
Fatah unterstützt Vernichtungsaufruf Irans
Der bewaffnete Arm der palästinensischen Fatah-Bewegung, die "Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden", unterstützen den Aufruf des iranischen Präsidenten, Israel von der Landkarte zu tilgen.
Es folgt die Pressemitteilung der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden (www.kataebaqsa.com):
An die Öffentlichkeit unseres arabischen, islamischen und palästinensischen Volkes überall.
Wir, von den Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden, sehen uns verpflichtet, unsere Solidarität und Hilfe zu bekunden und zu betonen, dass wir der Position und den Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der dazu aufgerufen hat, Israel von der Landkarte zu tilgen, voll zur Seite stehen ... Der iranische Präsident hat gesagt, dass die Auseinandersetzungen in den besetzten Gebieten Teil eines schicksalhaften Kampfes sind und dass das Schicksal der nächsten Jahrhunderte in den palästinensischen Gebieten entschieden wird.
UN-Vorschlag
Die israelische Armee soll den Weltfrieden wahren
Die UN-Abteilung für Frieden und Sicherheit hat Israel darum gebeten, eine Militäreinheit zur Verstärkung einer der UN-Friedenstruppen in den Krisenregionen der Welt wie Haiti, Kongo, Liberia oder den Kosovo zu entsenden. Zudem bat die UN Israel auch um die Entsendung eines Ärzte- oder Rettungsteams. Und als ob das noch nicht genug sei, zeigte die UN sogar Interesse an, moderne Militär-Ausrüstung von Israel zu kaufen, zum Beispiel aus dem Bereich Kommunikation, sowie Nachtsichtgeräte.
Dies geht aus einem internen Bericht des Leiters der UN-Abteilung des Außenministeriums, Ronny Adam, hervor. Der Bericht wurde nach Gesprächen mit Vertretern der UN-Friedenstruppen verfasst. Derzeit sind weltweit 70.000 Soldaten und Polizisten seitens der UN in 107 Staaten stationiert.
Die Entsendung von israelischen Soldaten zu Einsätzen, die nicht mit der Verteidigung des Staates Israel in Verbindung stehen, macht eine besondere Gesetzgebung erforderlich. In seinem Bericht empfiehlt Adam, den gesetzlich-rechtlichen Aspekt zu regeln und den Dialog zwischen dem Außenministerium und der Armee und der Polizei voranzubringen, um in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinten Nationen ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:35 Uhr.
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