Beitritt zum IRK noch im Dezember

Außenminister Silvan Shalom hat sich am Montag mit seiner schweizerischen Amtskollegin, Micheline Calmy-Rey, in der Residenz des Botschafters der Schweiz in Israel getroffen. Anschließend erklärte die Außenministerin in einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass sie die Zusammenarbeit zwischen dem Magen David Adom (Roter Davidstern) und dem Internationalen Roten Kreuz voranbringen will.

Israel hofft, seine in Folge der Durchführung des Abkopplungsplans verbesserte internationale Position dazu nutzen zu können, um ein politisches Problem zu lösen, das das Land seit seiner Gründung beschäftigt: die Aufnahme des Roten Davidsterns (Magen David Adom) als volles Mitglied der Organisation des Internationalen Roten Kreuzes. Calmy-Rey kündigte an, dass sie eine Diplomaten-Tagung der Unterzeichner-Länder des Genfer Abkommens einberufen werde. Dabei soll das Abkommen derart angepasst werden, dass eine Beteiligung des Magen David Adom beim IRK ermöglicht wird.

Der Beitritt des Magen David Adom zum IRK, ähnlich wie der Beitritt nationaler Gesundheitsverbände in anderen Ländern, war aufgrund des Genfer Abkommens nicht möglich. Das Abkommen verpflichtet nationale Verbände als Bedingung für eine volle Mitgliedschaft beim Roten Kreuz eines der „anerkannten Symbole“ anzunehmen.

Im Frühjahr 2000 wurde ein Kompromiss erreicht, nach dem das Rote Kreuz ein weiteres, neutrales Symbol in Form einer Raute (Rhombus) hinzufügte. Jeder nationale Verband kann dieses Zeichen annehmen und so zu einem vollen Mitglied des Internationalen Roten Kreuzes werden.

Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:37 Uhr.

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