Ausländische Spur bei Raketenangriffen
Nach den Raketenangriffen auf die jordanische Hafenstadt Akaba und die israelische Stadt Eilat gibt es Hinweise auf eine Beteiligung von Ausländern. Die Raketen seien in Akaba vom Dach eines Lagerhauses aus abgefeuert worden. Laut einem Bericht der jordanischen Nachrichtenagentur Petra wurden die Raketen von einem Lagerhaus in der Stadt Akaba abgeschossen, das erst in dieser Woche von vier Personen ägyptischer und irakischer Herkunft angemietet wurde.
Aus Ermittlerkreisen ist dies bestätigt wurden.
Bei den zwei Angriffen in Akaba wurden ein Militärkrankenhaus und eine Lagerhalle der jordanischen Armee im Hafen getroffen. Bei dem Angriff auf den Hafen von Akaba wurde nach Angaben eines jordanischen Sicherheitsbeamten ein einheimischer Soldat getötet, ein zweiter wurde verletzt. «Der Soldat Ahmed Dschamal Saleh al-Nadschdawi ist als Märtyrer gestorben», zitierte die jordanische Nachrichtenagentur Petra einen Regierungssprecher.
Eines der Geschosse flog über die im Hafen von Akaba liegenden US-Kriegsschiffe hinweg und schlug in ein anderes Lagerhaus ein, wie die 5. Flotte der US-Marine mitteilte. Die USS Ashland und die USS Kearsage hätten den Hafen daraufhin verlassen. Die US-Streitkräfte gingen zunächst davon aus, dass es sich bei dem Geschoss um eine Granate gehandelt habe. Eine zweite Rakete landete nach Angaben des jordanischen Sicherheitsbeamten in der Nähe eines etwa zwei Kilometer vom Hafen entfernten Krankenhaus.
Eine dritte Rakete ging in der Nähe der nur 15 Kilometer von Akaba entfernten israelischen Stadt Eilat nieder und streifte ein Taxi. «Ich hörte einen Krach, das Auto bebte, und ich fuhr einige Meter weiter», berichtete der nur leicht verletzte Fahrer, Meir Farhan. Dann habe er einen Krater auf der Straße gesehen.
Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas erklärte, die Angriffe hätten sich sowohl gegen Jordanien als auch gegen Israel gerichtet. «Wir wissen nicht, wer hinter dieser Tat steht, aber ich bin sicher, die Jordanier werden tun, was sie können, um solche Angriffe zu verhindern», sagte Mofas.
Jüngste Informationen deuten auf das Terrornetzwerk Al-Qaida hin. Unklar ist auch, ob das eigentliche Ziel der Raketen-Angriffe Eilat oder zwei US-Marineschiffe in Jordanien war.
Verteidigungsminister Shaul Mofaz sagte weiter, dass er in der vergangenen Woche in Jordanien war und mit König Abdullah über Sicherheitsangelegenheiten sprach. Mofaz sagte, dass Israel eine Reisewarnung für Jordanien ausgestellt hat, weil Geheimdienstinformationen über einen Anschlag der Al-Qaida auf israelische Ziele vorlagen.
Der qatarische Nachrichtensender Al-Jazeera TV berichtete, dass ein in Jordanien beschlagnahmtes Dokument eines Mitglieds der Al-Qaida darauf hindeute, dass das Terrornetzwerk plante, Raketen von Jordanien aus auf Eilat zu schießen.
Zuletzt wurden im Jahr 1968 Katyusha-Raketen von Jordanien auf Eilat abgefeuert. Aqaba und Eilat liegen etwa 15 km von einander entfernt und sind durch die israelisch-jordanische Grenze am nördlichen Ende des Roten Meeres getrennt.
Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:36 Uhr.
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