Israelisches Ehepaar getötet

Dov und Rachel Kol


Dov und Rachel Kol aus Jerusalem wurden in der Nacht zum Sonntag bei einem Anschlag an der Kissufim-Straße im Süden des Gazastreifens getötet. Der Islamische Jihad, das „Widerstandskomitee“ und die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden (Fatah) übernahmen gemeinsam die Verantwortung für den Anschlag. Als Reaktion auf das Attentat entschied die israelische Armee, die Strecke zwischen Khan Younis und Gaza für palästinensische Fahrzeuge zu sperren.

Gegen Mitternacht war ein bewaffneter Terrorist von Süden zur Kissufim-Straße gekommen und eröffnete das Feuer aus nächster Nähe auf ein Militärfahrzeug und ein ziviles Fahrzeug und traf die Insassen bei dem Posten „Gefen“ in der Nähe der Brücke Mor. Israelische Soldaten erwiderten das Feuer und töteten den Terroristen. Danach verfolgten sie einen weiteren Terroristen und töteten auch ihn.

Mofaz mahnt PA Innenminister zum Handeln

Verteidigungsminister Shaul Mofaz traf sich gestern mit dem palästinensischen Innenminister Nasser Youssef und forderte ihn auf, die Hintermänner, die an der Ermordung des Ehepaares bei Kissufim beteiligt waren, ausfindig zu machen. „Wenn die Palästinensische Autonomiebehörde dies nicht tut, wird Israel das tun“, so Mofaz.

Der Anschlag schadet den Palästinensern

Erst nachdem Abu Mazen kritisiert und unter Druck gestellt wurde, verurteilte dieser den Anschlag an der Kissufim-Straße.

Aufgrund israelischer Kritik über das Schweigen der Autonomiebehörde und nach einem Treffen zwischen Abu Mazen und dem amerikanischen Konsul in Jerusalem (und natürlich durch die internationale Terrorwelle beeinflusst), wurde am Mittag eine Mitteilung veröffentlicht, in der Abu Mazen den Anschlag verurteilt.

Abu Mazen sagte: „Der Anschlag ist ein Verstoß gegen das Abkommen über die Waffenruhe, die Hudna und das Kairoer Abkommen und er gibt der israelischen Seite Grund dazu, Vergeltungsaktionen gegen unser Volk durchzuführen und die palästinensische Führung zu vernichten. Diese Aktionen schwächen unsere Macht gegenüber der internationalen Gemeinschaft, wenn sie zur Zeit des israelischen Rückzugs aus dem Gazastreifen stattfinden,“. Abu Mazen fügte hinzu, dass die Palästinensische Autonomiebehörde alles ihr nur Mögliche unternehmen würde, um solche Aktionen zu unterbinden.

„Israel wird sich mit dem Terror nicht abfinden“

Ministerpräsident Ariel Sharon nahm am Sonntag in der Kabinettssitzung zu den jüngsten Anschlägen palästinensischer Organisationen Stellung. Über das Treffen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice teilte er mit: „Israel wird sich mit dem Terror nicht abfinden. Ich habe ihr (Rice) klar gemacht, dass weitere Weisungen an die Sicherheitsbehörden zu diesem Thema klar sind und dass die israelische Armee mit Schärfe auf Terroraktivitäten reagieren wird. Ich habe ihr (Rice) klar gemacht, dass die Reaktionen mit sehr scharfen Mitteln (geschehen werden), gleichgültig ob Terroranschläge während des Abzugs oder danach passieren."

Selbstmordattentat in Tel Aviv vereitelt

Die israelische Armee hat am Freitag auf israelischem Staatsgebiet einen 18-jährigen Selbstmordattentäter festgenommen, der auf dem Weg aus dem Gazastreifen zu einem Anschlag in Tel Aviv war.

Der Terrorist wurde zur Befragung dem Sicherheitsdienst Shabak übergeben. Gegenüber den Soldaten, die ihn verhafteten, berichtete er, dass er die Anweisung hatte, sich an einem Ort mit vielen Menschen im Zentrum Tel Avivs in die Luft zu sprengen. Etwas später wurde der Mann, der den Terroristen anleitete, von Polizei und Shabak festgenommen.

Bei diesem weiteren Mann handelt es sich um einen Palästinenser, der mit einer arabischen Israelin verheiratet ist, die über einen blauen Personalausweis verfügt und in Yaffo (Tel Aviv) wohnt. Aus dem Verhör ging hervor, dass er den Sicherheitszaun zwischen dem Gazastreifen und Israel zusammen mit dem Selbstmordattentäter überwunden hatte.

© Botschaft des Staates Israel / ISRASWISS

Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:58 Uhr.

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