Die Lage wird immer kritischer
Die Lage im Nahen Osten wird immer kritischer: Israels Ministerpräsident Ariel Scharon lässt der Armee freie Hand im Vorgehen gegen palästinensische Extremisten. Zuvor hatte Israel mit einer grossen Bodenoffensive im Gazastreifen gedroht.
Er habe im Gespräch mit Armeevertretern bekräftigt, "dass es keine Beschränkungen gibt bei Operationen, die Angriffe auf israelische Städte beenden", sagte Scharon vor Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung.
"Wir werden die Fortführung der Angriffe gegen unsere Ortschaften inner- oder ausserhalb des Gazastreifens unter keinen Umständen dulden." Auch bei der gezielten Tötung palästinensischer Extremisten durch die Armee gebe es "keine Begrenzung", sagte Scharon. Am Sonntagmorgen bestätigten Hamas-Vertreter die Erschiessung eines Hamas-Kommandanten.
Zuvor hatte Israel den Palästinensern mit einer grossen Offensive im Gazastreifen gedroht. Falls die Autonomiebehörde die Gewalt dort nicht unter Kontrolle bekomme, stünden Infanterieeinheiten und gepanzerte Verbände bereit, um "innerhalb weniger Stunden" einzumarschieren, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Seew Boim im Radio.
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas forderte radikale Palästinenser-Gruppen zur Einhaltung der Waffenruhe auf. Zugleich warnte er vor weiteren Kämpfen zwischen den Gruppen und den palästinensischen Sicherheitskräften.
Auch UNO-Generalsekretär Annan rief Israelis und Palästinenser zu einem Ende der Gewalt auf. Die Tötung von israelischen Zivilisten sei "schockierend und verurteilungswürdig", erklärte Annan in New York. Die Aktionen müssten dringend aufhören.
Israel seinerseits habe ein "legitimes Recht zur Selbstverteidigung". Dieses müsse jedoch verhältnismässig und in Übereinstimmung mit internationalem Recht eingesetzt werden.
© swissinfo - agenturen
|
18.07.2005 |
 |
|
|
17.07.2005 |
 |
|
Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:40 Uhr.
Weitere Berichte: