Für die Reinheit des Flusses in den Jordan

Für den Jordan springt man zusammen ins Wasser. Bei einer Hitze von 40°C sprangen am Montag die Leiter des Regionalrates des Nordens, Vertreter des Rates der Stadt Jericho und sogar jordanische Vertreter in das kalte Wasser des Jordan. Diese Aktion hatte das Ziel, das Bewusstsein für die Verschmutzung des südlichen Teils des Flusses, d.h. vom See Genezareth bis zum Toten Meer, zu stärken, sowie den Fluss zu einem internationalen Touristenziel zu machen.

Den symbolischen Sprung ins Wasser hatte die Gesellschaft „Freunde der Erde im Nahen Osten“ organisiert. Eine Organisation, die Israelis, Jordanier und Palästinenser in sich vereint und sich mit grenzüberschreitendem Umweltschutz befasst. Die Organisation unterhält drei Zentren, in Tel Aviv, Amman und Bethlehem. Der Sprung der Behördenleiter in den Fluss ist Teil eines europäischen Projekts, in dessen Rahmen sich Vertreter ähnlicher Einrichtungen in ganz Europa in Flüsse stürzten, um das Bewusstsein für die Erhaltung der Gewässer zu stärken.

Das Ereignis hat die Aufmerksamkeit der Presse in Israel und auf der ganzen Welt geweckt. Die Vertreter aus Israel, der Palästinensischen Autonomiebehörde und Jordanien versprachen, Druck auf ihre Regierungen auszuüben, damit Anstrengungen unternommen werden, die Wasserqualität des Jordan wieder zu verbessern. Zu dem Ort des Ereignisses war auch ein Vertreter Deutschlands gekommen, der Wasser aus dem Rhein mitgebracht hatte, dessen Wasserqualität die Bundesregierung vor einigen Jahren im Rahmen eines ähnlichen Projektes begann, zu verbessern.

Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:47 Uhr.

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