Jeruschalajim Aktuell

22. Internationales Film Festival eröffnet

In Jerusalem wurde gestern das renommierte Film Festival mit Steven Spielbergs „Kampf der Welten“ eröffnet. Jerusalem wird für zehn Tage in Feststimmung sein. Rund um das screening von Spiel-, Dokumentations- und Experimentalfilmen aus aller Welt gibt es eine Fülle von Veranstaltungen: Workshops, Diskussionsrunden, Preisverleihungen in den verschiedensten Kategorien und open air Musikevents. Unter anderem ermöglicht die Jerusalem Foundation eine für alle Bewohner und Gäste der Stadt zugängliche Moonlight Cinema-Serie. Dieses Festival im Festival, nunmehr im sechsten Jahr, wird drei Tage andauern und auf dem atmosphärereichen alten Bahnhofskomplex Produktionen wie The Wizard of Oz und Ray präsentieren.

Koexistenz ist ein bedeutendes Thema in einer Stadt wie Jerusalem, in der Juden und Araber in so großer Zahl so dicht beieinander leben. Daher veranstaltet die Cinematheque mit Unterstützung der Jerusalem Foundation bereits seit 1999 jeden Sommer Workshops für Jugendliche. In diesen drehen arabische und jüdische Jugendliche gemeinsam Filme. Mittels des Films können sie sich nicht nur mit ihrer persönlichen und gemeinschaftlichen Identität in ihrer komplexen Umwelt auseinandersetzen, sondern sich auch aufgrund des Mediums einem unbegrenzten Publikum mitteilen. Das Festival wird einige Produkte dieses Koexistenz-Projektes der Jerusalem Foundation zeigen und mit einer Diskussionsveranstaltung begleiten.

Bezalel-Akademie kehrt in die Stadtmitte zurück

Die Bezalel-Akademie für Kunst und Gestaltung wird ihren Sitz mit all ihren Abteilungen vom Jerusalemer „Har Tsofim“ Berg auf den „Migrash Ha Russim“ im Jerusalemer Stadtzentrum verlegen. An derartigen Plänen arbeiten derzeit die Leitung der Akademie und die Jerusalem-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Jerusalem. Der Campus soll auf einem Gelände von 10 Dunam in der Nähe der Russischen Kirche entstehen.

Der Umzug vom Stadtrand ins Zentrum ist seit langem ein Thema in Bezalel. Überlegungen dieser Art gibt es eigentlich seitdem die Akademie 1990 den umgekehrten Weg vom Zentrum auf den Berg eingeschlagen hatte. Von dem Umzug habe sich die Akademie nie erholt, sagte der ehemalige Präsident der Akademie, Ran Spoznik. In letzter Zeit nehmen diese theoretischen Überlegungen bezüglich eines „Umzugs in die Stadt“ praktische Züge an.

Bei der Planung des Campus wird der Schwerpunkt auf die Einbindung in das „pulsierende Gefüge der Stadt“ gelegt. Vorbild europäische Hochschulen wie die Sorbonne in Paris oder die Universität in London. Die meisten Universitäten in Israel sind „geschlossene und isolierte Gelände“ am Stadtrand.

Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:55:00 Uhr.

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Jerusalem Foundation
Juden müssen vor rechte Tendenzen warnen