Die Oper in Tel Aviv "Kochte"

Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims

Wenn im deutschen Fernsehen von einer „gebetshaften Zelebrierung deutscher Popmusik“ gesprochen wird und eine deutsche Gruppe das hebräische Gebet „Adon Olam“, Herr der Welt, auf Hebräisch in Popklänge verhüllt, dann scheint auch in einem Land wie Israel, dass schon einige Wunder erlebt hat, eine besondere Veranstaltung stattgefunden zu haben.

Am Mittwoch (8.6.) spielte anlässlich der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel die deutsche Rockband „Söhne Mannheims“, mit ihrem Frontmann Xavier Naidoo, zusammen mit dem israelischen Sänger Mush Ben Ari in der Oper in Tel Aviv. Dieser Ort, der bekannt dafür ist deutsche Kunst des 18. oder 19. Jahrhunderts aufzuführen, erlebte ein gemeinsames Konzert deutscher und israelischer Künstler, wie es in der Geschichte des Opernhauses kein Vorbild bisher gab. 1.600 überwiegend junge Israelis und Deutsche verwandelten die Oper in einen Rockpalast, in dem die Söhne Mannheims neben englischen Songs auch in deutscher Sprache sangen und es schafften, den bestuhlten Saal in eine Tanzarena zu verwandeln. Das Konzert, das von der deutschen Botschaft in Tel Aviv, der Lufthansa AG, der Agentur Deutsche & Israelische Projekte sowie dem israelischen Außenministerium, dem Tourismusministerium und der Stadt Tel Aviv-Yafo ermöglicht wurde, übertraf die Erwartungen aller Beteiligten einschließlich der „Söhne Mannheims“ selbst, die von der Spontaneität und Begeisterungsfähigkeit des israelischen Publikums überwältigt waren.

Gegenüber dem ZDF äußerte sich Xavier Naidoo, dass es schon immer einer seiner größten Träume war, ein Israel ein Konzert zu geben und dass er von der Lebensfreude und - einstellung der Israelis, trotz der permanent angespannten Sicherheitslage, beigeistert war. Zudem äußerte er sich, dass das Schicksal Israels auch seiner Generation etwas angehen sollte.

Ausschnitte vom Auftritt können unter folgendem Link angesehen werden:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/15/0,4070,2316815-6-wm_dsl,00.html

Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:40 Uhr.

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