Fischfarm ohne Strom - Fatale Folgen
Israel Ravivi, der auf der „Matan“-Farm im Negev nahe dem Kibbuz Revivim in der Wüste Fische, jedoch keine Karpfen oder andere in Israel beheimatete Arten, sondern den australischen Barramundi (Lates Calcarifer der Familie Centropomidae) züchtet, erfüllte sich damit einen lang gehegten Traum.
Schon vier Monate hegte er etwa 300.000 dieser eigens aus Australien importierten Fische. Da er aber seine Stromrechnung nicht rechtzeitig bezahlte, stellte ihm die israelische Stromgesellschaft kurzerhand den Strom ab. Innerhalb nur einer halben Stunde starb ihm der gesamte Fischbestand aufgrund des nicht ausreichenden Sauerstoffs, der normalerweise mittels elektrischer Pumpen in das Zuchtbecken geleitet wurde.
Ravivi, der fassungslos den in den Fischbecken an der Oberfläche treibenden toten Fische gegenüber stand, ist der Auffassung, dass die Stromgesellschaft zu voreilig handelte, ohne ihn vorher zu warnen. Schließlich schulde er der Gesellschaft nur 13.000 Schekel (2280 Euro). Für seine zweite Fischfarm zahle er doch pünktlich jeden Monat seine Stromrechnung in Höhe von 80.000 Schekel (14.000 Euro), deshalb sei es unfair, gleich zu so einer drastischen Maßnahme zu greifen. Man solle mal überlegen, was wohl gewesen wäre, wenn eine kranke Person dort gewohnt hätte, deren lebensnotwendige Geräte mit Strom betrieben würden.
Nun fragt sich der Züchter, wer für den finanziellen Schaden von mehr als 3 Mio. Schekel (526.315 Euro) aufkommen wird. Die Stromgesellschaft meinte, mehrere Warnungen geschickt zu haben, die Ravivi aber nicht beachtet hätte. Ravivi behauptet das Gegenteil.
Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:45 Uhr.
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