Die Hisbollah ist eine ernsthafte Bedrohung
Israel bittet die Europäer schon seit langem darum, die Hisbollah in die Liste der Terrororganisationen aufzunehmen, ist jedoch bis heute auf Zurückhaltung gestoßen. Der politische Arm der Organisation, der als Partei im libanesischen Parlament agiert, hat der gesamten Organisation zu einer gewissen Legitimität verholfen.
Doch aufgrund der Veränderungen in der palästinensischen Führung hat Israel seine Position geändert. Anstatt sich über die Aktionen der Hisbollah an der nördlichen Grenze zu beschweren, verdeutlichen israelische Vertreter nun Abu Mazen die Bedrohung, die die Organisation darstellt: gemäss des israelischen Nachrichtendienstes ist die Hisbollah der „Hauptantrieb“ für den Terror in den Palästinensergebieten und strebt danach, die aktuelle Entwicklung in den israelisch-palästinensischen Beziehungen zu unterminieren.
Außenminister Silvan Shalom und seine Vertreter bringen das Hisbollah-Problem bei jeder politischen Diskussion zur Sprache. Ron Proshor, der Generaldirektor des Außenministeriums, spannte den Nachrichtendienst und die Armee ein. Sie werden die Informationen bereitstellen, die nachweisen, welches Ziel die Hisbollah verfolgt. Die leitende Verantwortung hat der stellvertretende Generaldirektor für strategische Angelegenheiten, Jimmy Yisasharow, übernommen.
In Jerusalem betrachtet man Italien, Dänemark, die Niederlande, Tschechien und Estland als Unterstützer. Der Außenminister Luxemburgs, Jean Asselborn, versprach Shalom bei seinem Besuch vergangene Woche in Jerusalem, „auf die Seite der Guten“ zu sein. Luxemburg hat im Moment die EU-Ratspräsidentschaft inne. In Israel hofft man, dass Luxemburg die Angelegenheit voranbringen wird. Großbritannien ist derzeit bereit, nochmals seinen Standpunkt zu überdenken. Auch in weiteren Ländern gibt es solche Überlegungen. Am 16. Februar wird die europäische Behörde, die sich mit den Terrorlisten beschäftigt, versammeln. In Israel hofft man, dass auf der Tagesordnung auch die Aufnahme der Hisbollah in die Liste stehen wird. (Ha’aretz)
© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:39 Uhr.
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