Der Shabak zur Lage heute
Hisbollah rekrutierte dänischen Staatsbürger
Der dänische Staatsbürger, der vor drei Wochen wegen Spionageverdacht in Israel verhaftet wurde, hat zugegeben, dass er von der Terrororganisation Hisbollah geschickt wurde, um Objekte zu fotografieren und Agenten anzuwerben.
Der Gerichtshof genehmigte gestern die Veröffentlichung der grundlegendsten Verdachtspunkte gegen den im Libanon geborenen Dänen, der vor drei Wochen in Israel verhaftet worden war. Der Mann wird verdächtigt, von der Hisbollah nach Israel geschickt worden zu sein, um Informationen für Sicherheitseinrichtungen zu sammeln und arabisch-israelische Agenten anzuwerden.
Bei der festgenommenen Person handelt es sich um Iyad Haled Muhamad Al-Ashuah, einen 39-jähigen, im Libanon geborenen Palästinenser. 1986 war er nach Dänemark ausgewandert, wo er nach sechs Jahren die dänische Staatsangehörigkeit erhielt. Ashuah wurde am 6. Januar festgenommen, als er in einem Zug von Nahariya nach Haifa unterwegs war. Der Shabak teilte mit, dass er einem Sicherheitsbeamten im Zug aufgefallen war, der beobachte, wie der Verdächtige mit einer Videokamera Aufnahmen aus dem Zug heraus machte.
Ashuah wurde vom Shabak und der israelischen Polizei verhört. Der Shabak berichtete, dass er bei seinem Verhör zugab, von der Hisbollah im Juli vergangenen Jahres durch einen in London lebenden Verwandten rekrutiert worden zu sein. (Ha’aretz)
Hisbollah Raketen könnten Tel Aviv erreichen
Die libanesische Organisation Hisbollah ist mit Raketen ausgerüstet, die Tel Aviv treffen können. Das verriet Verteidigungsminister Shaul Mofaz gestern im Laufe eines Briefings für ausländische Journalisten in London. „Die Hisbollah erhält heute eindeutige Unterstützung von Teheran“, sagte der Verteidigungsminister am Mittwoch. „Der Iran liefert jeden Monat über Syrien, auf dem See- und auf dem Luftweg, Langstreckenraketen, die eine reale Bedrohung für Israel darstellen. Die Reichweite der Raketen könnte für Tel Aviv und seine Umgebung ausreichend sein.“
Der Verteidigungsminister betonte, dass Syrien weiterhin den Terror unterstütze: „Die Syrer ermöglichen es der libanesischen Regierung nicht, ihre Armee in den Süden des Landes zu schicken und überlassen die Region der Kontrolle der Hisbollah.“
Nach den Worten Mofaz` wird der Iran innerhalb eines Jahres den Punkt der atomaren Rüstung erreichen, an dem es kein Zurück mehr gibt. Er sprach davon, dass es sich um eine reelle Gefahr handle, nicht nur für den Staat Israel, sondern für die ganze Welt. Er betonte jedoch, dass die diplomatischen Kanäle der richtige Weg seien, um die iranischen Pläne zu stoppen.
Mofaz traf sich mit seinem britischen Amtskollegen und wird heute auch mit Premierminister Tony Blair zusammenkommen. Außerdem wird er Israel bei der offiziellen Gedenkveranstaltung anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vertreten. (Ma’ariv)
Die Terrorbüros in Damaskus sind noch immer aktiv
Die Terrorbüros und deren Kommandozentralen des Hamas und des Islamischen Jihad in Damaskus sind noch immer aktiv, - fast zwei Jahre nachdem Syriens Präsident ihre Schließung verkündet hatte. Dies teilte ein führendes Mitglied des israelischen Nachrichtendienstes mit. Nach seinen Worten sind die Leiter der Terrororganisation vorsichtiger geworden und arbeiten mehr von zuhause aus und weniger in den Büros. Doch diese Büros seien in der Tat nicht geschlossen worden. Nicht nur, dass sie nicht geschlossen wurden, sondern Abu Mazen hat sein Treffen mit den Leitern des Hamas und des Islamischen Jihads in genau jenen angeblich „geschlossenen“ Büros abgehalten, als er kürzlich Syrien besucht hatte. (Hazofeh)
© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Letzte Änderung am Samstag, 5. Juli 2008 um 21:54:38 Uhr.
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