Baldiges Treffen mit PA-Chef Abbas

Ministerpräsident Sharon plant baldiges Treffen

Ein Tag nach der Wahl des PLO-Vorsitzenden Mahmud Abbas (Abu Mazen) zum neuen Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) hat Ministerpräsident Ariel Sharon angekündigt, den Palästinenserpräsidenten zu Gesprächen einzuladen. Israel wird die neue palästinensische Führung zur sofortigen Erneuerung der Sicherheitskoordinierung auffordern.

Palästinensische Sicherheitskräfte müssten an den verschiedenen Punkten im Gazastreifen eingesetzt werden, von wo aus gewöhnlich Mörsergranaten und Qassam-Raketen auf israelische Ziele abgefeuert werden, hieß es in hohen diplomatischen Kreisen am Sonntagabend. Diese ersten Maßnahmen könnte Abbas in Angriff nehmen, ohne einen Bürgerkrieg in den palästinensischen Autonomiegebieten zu riskieren, hieß es.

Sollten diese ersten Schritte eingeleitet werden, wird Israel gerne mit eigenen Maßnahmen antworten, teilten die israelischen Vertreter mit. Nach den guten Erfahrungen der letzten Tage, während Israel seine Truppen aus palästinensischen Bevölkerungszentren zurückgezogen hatte, ist Jerusalem jetzt zu Gesprächen mit der neuen Palästinenserführung bereit, um dies zu einer langfristigen Regelung zu machen.

Unter einer neuen Sicherheitskoordinierung in der PA versteht man in Israel die Wiederherstellung der regionalen Koordinierungsbüros und Zusammenarbeit im Antiterrorkampf. „Das bedeutet, dass wenn wir die Palästinenser über einen geplanten Anschlag informieren, dass diese Personen dann festgenommen werden, und diese nicht die Augen verschließen.“

Zusätzlich hat Israel seit Wochen angekündigt, dass es etwa 30.000 Sicherheitskräfte der PA in Gaza gebe, und dass diese leicht in Gebieten aufgestellt werden könnten, von wo aus Mörsergranaten und Raketen auf israelische Ziele abgeschossen werden.

Nach israelischen Angaben müsste die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich jetzt im Interesse Abbas’ liegen, da die Wahrscheinlichkeit bestehe, dass der Iran und die Hisbollah, die schon schwer in den Terror gegen Israel und in den Palästinensergebieten verwickelt sind, alle Mittel in Bewegung setzen werden, jede Form des diplomatischen Fortschritts zwischen Israel und der neuen Palästinenserführung zu torpedieren.

In diesem Licht müsse auch der jüngste Angriff der Hisbollah auf Har Dov an der libanesischen Grenze gesehen werden, bei dem am Sonntag ein Soldat der israelischen Verteidigungskräfte („Zahal“) getötet wurde. (jpost)

© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

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