Sharon im Gespräch mit IDF-Soldaten
Nach gewaltsamer Siedlungsräumung
Ministerpräsident Sharon in einem Gespräch mit israelischen Soldaten zum Thema politische Auseinandersetzung betreffend den Abbau von Siedlungen nach einer gewaltsamen Evakuierung einer illegalen Siedlung in Samaria.
Ich wollte Sie heute treffen, um über die erschütternden Szenen von der Räumung des illegalen Außenpostens bei Yitzhar zu sprechen. Erstens möchte ich Ihnen in meinem Namen sowie im Namen der Regierung, und – glauben Sie mir – im Namen des ganzen Volkes – „Danke!“ sagen . Ich habe die Bilder der Räumung des Außenpostens gesehen. Ich weiß, dass dies keine einfache Aufgabe war, und es ist auch nicht die Aufgabe, für die Sie ausgebildet wurden.
Aber es war die Aufgabe, die Ihnen aufgetragen wurde, und sie muss für die Sicherheit aller Staatsbürger, für die Sicherheit von uns allen erfüllt werden.
Ich muss sagen, dass ich gesehen und gehört habe, wie Sie Zurückhaltung und Selbstbeherrschung geübt haben, wie Sie auf die Zähne gebissen haben, aber Sie haben die Aufgabe erfüllt. Ich habe die Flüche und die Beschimpfungen gehört, sowie die Hetztiraden gegen die IDF, unsere Armee, gegen die israelische Polizei, die Befehlshaber und gegen die Soldaten.
Ich bitte Sie, nehmen Sie es nicht persönlich. Es ist nicht gegen Sie gerichtet, sondern gegen die Regierung, die Knesset und gegen mich. Alle, die es vergessen haben, möchte ich daran erinnern, dass IDF die israelische Verteidigungsarmee ist. Niemand, aber auch gar niemand darf unsere Grundsätze verletzen, egal, was passiert! Wer zur Verletzung der IDF aufruft – und mit „IDF“ meine ich auch die israelische Polizei und alle anderen Sicherheitskräfte – tut das Schlimmste, mit weitgehenden Auswirkungen.
Allen Aufhetzern, Beschimpfern und Verfluchern rufe ich zu – lasst die IDF in Ruhe. Wenn Ihr protestieren wollt, tut dies gegen mich. Wenn Ihr fluchen wollt, flucht über mich. Aber lasst die Politik im politischen Bereich, und haltet die IDF und ihre Soldaten da heraus. Die IDF war immer in der Mitte des nationalen Konsenses. Und so sollte sie bleiben. Wer heute zur Befehlsverweigerung aufruft, zerstört die Sache, die für die israelische Gesellschaft am Wichtigsten ist. Es ist ein Verbrechen gegen die israelische Gesellschaft.
Ein Ort kann geräumt und wieder aufgebaut werden. Die IDF hingegen, die Armee des israelischen Volkes nur schwer. Der Aufruf zur Verweigerung kann zu einem historischen Riss in der ganzen jüdischen Welt führen, und zwar nicht nur in Israel. Wer zur Verweigerung aufruft oder zum gewaltsamen Widerstand, der versündigt sich, führt andere auf einen Irrweg und bringt unsere Existenz hier in Israel in Gefahr. Wer gewalttätig gegen einen Soldaten, Polizisten oder Sicherheitsbeamten wird, wer Verweigerung organisiert, wer droht – gegen solche Leute werden wir mit aller Unnachgiebigkeit vorgehen!
In den nächsten Tagen werden wir eine umfassende Diskussion über die Auswirkungen dieses Ereignisses auf gesetzlicher Ebene führen, damit diese Maßnahmen von allen verstanden und gebilligt werden. (Israel Radio, 5.1.05)
Mit freundlicher Unterstützung
© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
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